Bestimmung hochmolekularer PAHs (MG>300) in Umweltproben
Development and Validation of Analytical Approaches for the Determination of High-Molecular-Weight Polycyclic Aromatic Hydrocarbons (MW>300) in Complex Matrix Standard Reference Materials
Wissenschaftsdisziplinen
Chemie (80%); Geowissenschaften (20%)
Keywords
-
POLYCYCLIC AROMATIC HYDROCARBONS,
FLUORESCENCE DETECTION,
MULTIDIMENTIONAL LIQUID CHROMATOGRAPHY,
HIGH MOLECULAR WEIGHT,
ATMOSPHERIC PRESSURE CHEMICAL IONIZATION,
STANDARD REFERENCE MATERIAL
Erwin-Schrödinger-Stipendium J 1952Bestimmung hochmolekularer PAHs (MG > 300) in Umweltproben Patricia SCHUBERT26.06.2000 Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAHs) sind ubiguitär vorkommende Umweltschadstoffe, die im Laufe der letzten Jahrzehnte immer mehr an Bedeutung gewonnen haben. Studien über das ökologische Gefährdungspotential der in der Umwelt vorkommenden PAHs haben gezeigt, daß den bisher nur wenig beachteten hochmolekularen PAHs mit Molekulargewichten größer als 300 ein bedeutender Teil (über 25%) der mutagenen und karzinogenen Aktivität zugeschrieben werden können. Bis dato wurden diese hochmolekularen PAHs nur selten in Umweltproben wie Böden, Sedimente oder biologischen Materialen untersucht und charakterisiert, und es gibt nur vereinzelte Studien, die sich mit der Quantifizierung dieser Substanzen auseinandersetzen. Dennoch wäre eine verläßliche, robuste und genaue Methode zur quantitativen Bestimmung hochmolekularen PAHs äußerst wichtig, um eine mögliche ökotoxikologische Gefährdung durch diese Verbindungen abschätzen zu können. Das Ziel dieses Projektes ist es daher, analytische Methoden für die Charakterisierung und Quantifizierung hochmolekularen PAHs, basierend auf multidimensionaler Flüssigkeitschromatographie und massenspektrometrischer wie auch Fluoreszenz-Detektion, zu entwickeln. Die beiden Techniken sollen anhand ihrer Verfahrenskenndaten miteinander verglichen und zur Validierung der beiden Verfahren eingesetzt werden. Diese beiden im Rahmen dieses Projektes zu entwickelnden unabhängigen Methoden sollen schließlich für die erstmalige Zertifizierung von hochmolekularen PAHs in NIST Standardreferenzmaterialien eingesetzt werden.