Erwin-Schrödinger-Stipendium J 1888Kontrastsonographie zur Untersuchung des UrogenitalsystemsTheresa
GELEY06.03.2000
Ultraschall ist eine schonende jedoch sehr sensitive Methode anatomische Strukturen des kleinen Beckens zu
beurteilen. In kleinen Kindern erlaubt der relativ geringe Abstand zwischen Schallkopf und der zu untersuchenden
anatomischer Struktur die Verwendung hochfrequenter Schallköpfe mit ausgezeichneter Auflösung. Eine
Grundvorausetzung für die Untersuchung mittels Ultraschall ist eine gefüllte Blase, die als akustisches Fenster
fungiert. Störende Einflüsse durch die im Gedärm befindliche Luft werden von einer gefüllten Blase aus dem
Untersuchungsfeld verdrängt. In kleinen Kinder stellt dies jedoch manchmal ein Problem dar und meistens beendet
eine spontanes Wasserlassen die Untersuchung vorzeitig. In der Erwachsenensonographie werden physiologische
Kochsalzlösung oder kommerziell hergestellte Kontrastmittel verwendet, um Fehlbildungen des Uterus und die
Durchgängigkeit der Eileiter zu untersuchen. Diese Technik der künstlichen Erweiterung anatomischer Hohlräume
mittels physiologischer Kochsalzlösung zur besseren Darstellung von Fehlbildungen derselben und Schaffung eines
akustischen Fensters wird derzeit kaum zur Untersuchung der inneren Genitalien und anderer Strukturen des
kleinen Beckens bei Neugeborenen und Kindern verwendet. Das Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, ob ein
Fallen der Blase, der Vagina und des Enddarmes die Aussagekraft und Praktikabilität des Ultraschalles zur
Untersuchung von Patienten mit angeborenen urogenitalen und kloakalen Fehlbildungen verbessert.