Blutdruckkontrolle und Nebennierenhormonbiosynthese bei der Präeklampsie
Blood pressure control and adrenal steroid biosynthesis in preeclampsia
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (80%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (20%)
Keywords
-
PREECLAMPSIA,
BLOOD PRESSURE,
ANGIOTENSINOGEN,
HMG-COA REDUCTASE,
ADRENAL STEROID BIOSYNTHESIS,
NITRIC OXIDE SYNTHASE
Erwin-Schrödinger-Stipendium J 1839Blutdruckkontrolle und Nebennierenhormonbiosynthese bei der PräeklampsieLukas HEFLER06.03.2000 Grundlagen: Die Präeklampsie als klinisches Krankheitsbild wird durch die Trias Bluthochdruck, Proteinurie (übermäßiger Eiweißverlust durch Harnausscheidung) und Ödembildung definiert. Nach den vorliegenden Untersuchungen sind etwa 6%-8% aller Schwangeren von diesem Krankheitsbild betroffen. Die Präeklampsie ist die zweithäufigste Ursache für die mütterliche perinatale Mortalität und stellt eine bedeutende Gefahrenquelle für den Feten dar, etwa durch vorzeitige Plazentalösung oder intrauterine Wachstumsretardierung. Die Ätiologie der Präeklampsie ist nach wie vor nicht bekannt. Durch Forschungsergebnisse der letzten Zeit gewinnen die molekularen Grundlagen der Erkrankung immer mehr an Kontur. Vor allem gefäßaktive Substanzen wie Angiotensin II (AII) und Stickstoff-Monoxyd (NO) stehen im Mitteipunkt des Interesses. Erhöhte Serumspiegel von AII verursachen Hypertonie, und eine erhöhte Salz- und Wasserreduktion durch eine erhöhte Aldosteronproduktion der Nebenierenrinde. Als Substrat für die Aldosteronproduktion wird Cholesterol benötigt. Erhöhte Total- und LDL-Cholesterolserumspiegel wiederum werden signifikant häufiger bei Patientinnen mir Präeldampsie als bei gesunden Sdchwangeren gefunden. Zielsetzung: Die vorliegenden Studie soll anhand eines Mausmodells zeigen, ob eine signifikante Verringerung von Cholsterol via cholesterolarmer Diät, via Verhinderung der Cholesterolbiosynthese oder via beider Wege Blutdruck und Elektrolythaushalt bei Mäusen mit genetischer Präsposition für Präeklampsie positiv beinflussen. Methodik: Mäuse mit verändertem Erbgut hinsichtlich Nos3 (einem Gen, welches für ein NO produzierendes Enzym kodiert) und Agt (einem Gen, welches für den AII Vorläufer Angiotensinogen kodiert) und Mäuse einer Kontrollgruppe ohne genetische Prädisposition for Präeklampsie werden auf Störungen der Blutdruckregulierung und Elektrolythaushalt während der Schwangerschaft überprüft. Die Mäuse mit verändertem Erbgut (Nos3 und Agt) und Mäuse der Kontrollgruppe erhalten jeweils Diäten mit unterschiedlicher Cholesterolmenge, unterschiedliche Medikation mit einem HMG-CoA Reduktase Inhibitor, z.B. Atorvastatin, und eine Kombination beider "Therapien". Ziel der Studie ist sowohl das maternale, als auch fetale/neonatale Outcome zu überprüfen. Die Biosynthese von Nebennierenhormonen wird genau evaluiert und mit diesen Parametern korreliert.
- Medizinische Universität Wien - 10%
- Baylor College of Medicine - 100%
Research Output
- 100 Zitationen
- 4 Publikationen
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2002
Titel Inducible and endothelial nitric oxide synthase: genetic background affects ovulation in mice DOI 10.1016/s0015-0282(01)02952-1 Typ Journal Article Autor Hefler L Journal Fertility and Sterility Seiten 147-151 Link Publikation -
2001
Titel Clinical value of postnatal autopsy and genetics consultation in fetal death DOI 10.1002/ajmg.1588 Typ Journal Article Autor Hefler L Journal American Journal of Medical Genetics Seiten 165-168 -
2001
Titel Influence of the angiotensinogen gene on the ovulatory capacity of mice DOI 10.1016/s0015-0282(01)01797-6 Typ Journal Article Autor Hefler L Journal Fertility and Sterility Seiten 1206-1211 Link Publikation -
2001
Titel A polymorphism of the interleukin-1ß gene and idiopathic recurrent miscarriage DOI 10.1016/s0015-0282(01)01914-8 Typ Journal Article Autor Hefler L Journal Fertility and Sterility Seiten 377-379 Link Publikation