Wissenschaftsdisziplinen
Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (100%)
Keywords
OLIGODENDROZYTEN,
DIFFERENZIERUNG,
CYCLINABHÄNGIGE KINASE INHIBITOREN
Abstract
Während der Entwicklung des Nervenssystems müssen Gliazellvorstufen (O-2A oder OPC) proliferieren und
anschließend zu funktionsfähigen Oligodendrozyten differenzieren. Zelldifferenzierung ist ein äußerst komplexer
Vorgang, bei dem die proliferierende Zelle zuerst den Fortgang im Zellzyklus stoppen muß, um dann ein neues
Programm der Genexpression für die Differenzierung anzuschalten. Bisherige Untersuchungen unterstrichen bereits
die Bedeutung der Cyclin-abhängigen Kinase Inhibitoren (CKI), Proteinen, die eine hemmende Funktion im Ablauf
des Zellzyklus haben, für den Vorgang der Zelldifferenzierung. Im Vorgängerprojekt wurde und wird der
Differenzierungsprozeß von kultivierten OPCs in p16-, p21- und p27- knock-out Mäusen im Vergleich zu
Kontrollmäusen untersucht. Dabei wurde auch die besondere Rolle von Thyroidhormonen und dem "Platelet
Derived Growth Factor" (PDGF) untersucht. In dem vorliegenden Verlängerungsantrag sollen diese Studien auf
weitere, die Differenzierung induzierende Zytokine wie TGFb und Retinoinsäure ausgedehnt werden.
Weiters ist die Konstruktion von Retroviren geplant, welche die erwähnten CKIs exprimieren. Proliferierende
OPCs sollen dann mit diesen Vektoren infiziert und die Auswirkungen auf den Differenzierungsprozeß untersucht
werden. Ergänzend dazu sollen auch Retroviren, die Cycline und ihre zugehörigen Cyclin-abhängigen Kinasen
enthalten, hergestellt und auch ihre Überexpression in diesen Zellen charakterisiert werden. In dem
Verlängerungsantrag sollen die im Vorgängerprojekt gewonnen Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen
Proliferation und Differenzierung in Zellen des zentralen Nervensystems ergänzt und erweitert werden.