Wissenschaftsdisziplinen
Chemie (50%); Physik, Astronomie (50%)
Keywords
NMR SPECTROSCOPY,
BIOMOLECULAR STRUCTURE DETERMINATION,
DIPOLAR COUPLINGS
Abstract
NMR (Nuclear Magnetic Resonance) ist heute eine Routinemethode in der Strukturbestimmung von biologischen
Makromolekülen. NOE (Nuclear Overhauser Effect) und J (sakrale) Kopplungsinformation wird in der
Strukturbestimmung verwendet. NOEs definieren Kontakte auf kurze Distanz und J Kopplungen definieren
Diederwinkel.
Solche Constraints sind allerdings nur streng lokal und beinhalten keine Information über längere Distanzen wie
z.B. die relative Orientierung von Protein Domänen oder die globale Form eines Makromoleküls. Diese
Information ist in bipolaren Kopplungen enthalten, die in isotroper Lösung zu null ausgemittelt werden.
Orientierung durch magnetische Suszeptibilität oder durch verdünnte Flüssigkristalle kann diese Mittelung
aufheben. Die daraus resultierenden dipolaren Kopplungen können nun mit der Verfügbarkeit von immer höheren
Magnetfeldstärken gemessen werden. Sie sind von der Orientierung der entsprechenden internuklearen Vektoren
relativ zu einem molekularen Bezugssystem abhängig und beinhalten somit Information über längere Distanzen.
Diese Kopplungen können in weiterer Folge als Constraints in Strukturrechnungen verwendet werden um die
Genauigkeit von Proteinstrukturen zu verbessern.
Diese neuen Methoden sollen zum Studium von Struktur und Dynamik von Biomolekülen in Lösung angewandt
werden. Zwei Proteine Ubiquitin und Calmodulin sollen im Laufe dieses Projektes untersucht werden.