Molecular epidemiology and evolution of virulence in the genus Listeria
Molecular epidemiology and evolution of virulence in the genus Listeria
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (40%); Gesundheitswissenschaften (50%); Klinische Medizin (10%)
Keywords
-
VIROLENCE,
MOLECULAR EPIDEMIOLOGY,
LISTERIA MONOCYTOGENES
Die zwischen Dr. Wagner und der Grupo Patogenesis Molecular Bacteriana an der Facultad Veterinaria, Universidad Complutense, Madrid, geplante Zusammenarbeit hat zum Ziel, die molekularen Grundlagen für epidemiologische Phänome bei Listeria monocytogenes zu erforschen. Das involvierte spanische Partnerinstitut ist eine der in diesem Themenbereich führenden Institutionen und Partner in einem sich kristallisierenden europäischen Netzwerk zur Erforschung der Virulenz und Pathogenität bei Listeria monocytogenes. Listeria monocytogenes ist ein lebensmittelhygienisch überaus wichiger humanpathogener Keim, da mehrere Listerioseepidemien im Zusammenhang mit Lebensmittelkonsum beschrieben wurden. Die ökonomischen Auswirkungen waren jeweils fatal und führten zu einer expliziten Berücksichtigung von L. monocytogenes in internationalen und nationalen gesetzlichen Bestimmungen zur Lebensmittelhygiene. Das Auftreten von L. monocytogenes in einer bestimmten Lebensmittelmenge zieht unweigerlich den Rückruf dieser vom Markt nach sich, ein Vorgang, der mit großen Unkosten verbunden ist. Wissenschaftliche Hinweise existieren aber, daß beträchtliche Unterschiede in der Pathogenität und Virulenz einzelner Klone von L. monocytogenes vorliegen dürften. So können die Isolate, die während Epidemien kultiviert wurden, zu phylogenetisch sehr ähnlichen Clustern versammelt werden, während Lebensmittelisolate kaum genetische Verwandtschaft zu klinischen Isolaten zeigen. Die molekularen Grundlagen dieses Phänomens und deren Bedeutung sind nicht bekannt. Sie sind deshalb der Gegenstand des Projektantrages. Sollte es infolge der projektierten Grundlagenforschung gelingen, Schemata zur molekularen Charakterisierung und Differenzierung hochpathogener von niedrigpathogenen L. monocytogenes-Klonen entwickeln zu können und die Interaktionen pathogener Organismus versus Lebensmittel verständlich werden, wäre sowohl der Industrie wie dem Gesetzgeber geholfen, das Vorkommen von Listerien in Lebensmitteln, speziell aber in Milch- und Milchprodukten, wissenschaftlich fundiert bewerten und bearbeiten zu können.
Research Output
- 104 Zitationen
- 3 Publikationen
-
2021
Titel Virulence Pattern Analysis of Three Listeria monocytogenes Lineage I Epidemic Strains with Distinct Outbreak Histories DOI 10.3390/microorganisms9081745 Typ Journal Article Autor Wagner M Journal Microorganisms Seiten 1745 Link Publikation -
2020
Titel Why Are Some Listeria monocytogenes Genotypes More Likely To Cause Invasive (Brain, Placental) Infection? DOI 10.1128/mbio.03126-20 Typ Journal Article Autor Vázquez-Boland J Journal mBio Link Publikation -
2006
Titel Coexpression of virulence and fosfomycin susceptibility in Listeria: molecular basis of an antimicrobial in vitro–in vivo paradox DOI 10.1038/nm1396 Typ Journal Article Autor Scortti M Journal Nature Medicine Seiten 515-517