Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (10%); Medien- und Kommunikationswissenschaften (40%); Sprach- und Literaturwissenschaften (50%)
Keywords
MÄNNLICHKEIT,
FILM,
GENDER (SOZIALES GESCHLECHT)
Abstract
Basierend auf der in diesem Jahr erfolgten intensiven Auseinandersetzung mit Gender- und Medientheorien,
fachspezifischen Texten sowie Filmanalysen hat sich die Notwendigkeit einer Erweiterung und teilweisen
Rekonzeption meines ursprünglichen Forschungsansatzes ergeben.
Zwar verfolge ich - im Gegensatz zum noch immer vorherrschenden Paradigma der psychoanalytischen
Filmforschung - weiterhin einen soziopolitischen Ansatz, der auf feministisch/Gendertheoretischen, text- und
filmwissenschaftlichen, sowie kulturwissenschaftlichen Methoden und Theorien aufbaut. Das ursprünglich ins Auge
gefaßte Analysemodell von Grenzziehung und Grenzübertritt zwischen verschiedenen Männlichkeiten hat sich aber
als zu statisch, zu sehr auf Closure abzielend erwiesen.
In der nunmehrigen Konzeption kommt zur Untersuchung von Differenz (Männlichkeiten, Ab- und
Ausgrenzungen), ideologischer Binarisierung derselben (richtiger Mann - kein richtiger Mann; männlich -
unmännlich), und Transformation (Erwerb und Verlust von Männlichkeit, Relationalität) noch ein dynamischer
Aspekt hinzu. Nämlich eine Beachtung wie Abweichung von hegemonialer Männlichkeit - gerade in neueren
Filmen - nicht immer marginalisiert oder unterdrückt wird. Vielmehr wird Differenz explizit zugelassen und dabei
aber auch wieder in ein Herrschaftssystern. eingebunden. Somit möchte ich meinen ursprüngliche
Forschungsansatz um die Fragestellung erweitern, wie diese Re-Integration von nicht-hegemonialer Männlichkeit
in patriarchale Zusammenhänge in Medientexten erfolgt, und wie Widerstand infolge dieses differenzierteren
Hegemoniemodells zu konzipieren ist.