Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (50%); Gesundheitswissenschaften (10%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (40%)
Keywords
GEGE THERAPY,
CANCER,
RETROVIRUS,
VACCINIA VIRUS
Abstract
Zur Tumorbekämpfung werden derzeit unter anderem Ansätze auf den Gebieten der Gentherapie und Krebs-
Immuno-Therapie verfolgt. Über das Einbringen von sogenannten suicide genes werden Tumorzellen für selektive
Toxine empfänglich gemacht. Expression kosimulatorischer Proteine zielt dagegen auf eine Verstärkung der
körpereigenen Immunantwort ab. Die effektivste Methode zur Einbringung von DNA in Gewebszellen in vivo ist
die Verwendung viraler Vektoren. Während Retroviren die Fähigkeit besitzen, DNA dauerhaft in das Genom, der
Wirtszelle zu integrieren, ist ihre Anwendung als genetisches "shuttle" durch technische Schwierigkeiten stark
beschränkt. Die effiziente Ausbringung scheitert an den niedrigen Titern und der geringen Haltbarkeit der Virus
stocks.
Am Gastinstitut wurden Plasmidkonstrukte (sog. Plasmoviren) entwickelt, die nach Verabreichung dieser DNA die
Expression defekter retroviraler Vektorpartikel in situ bewirken. Ein ähnliches weiterentwickeltes System mit
Vaccinia Virus als Träger ist derzeit in unserem Labor in Arbeit.
In dem geplanten Forschungsvorhaben sollen die retroviralen Vektorpartikel, die in den obengenannten Systemen
freigesetzt werden mit einer begrenzten Fähigkeit zur Weitervermehrung ausgestattet werden. Besonderes
Augenmerk wird auf die Prüfung der Effizienz und der Sicherheit dieser Vehikel gelegt werden. Vor allem die
Reichweite bei der gezielten Einbringung von genetischer Information soll bei diesem, Ansatz verbessert werden,
und damit eine vollständige Vernichtung von Tumoren über "suicide genes" ermöglichen. In vivo (Maus) soll die
Wirksamkeit dieses Ansatzes mit Markergenen und schließlich mit einem "suicide gen" (HSV-TK) an künstlichen
Tumoren demonstriert werden.