Just Futures? Approaching Cultural Climate Models
Just Futures? Approaching Cultural Climate Models
Weave: Österreich - Belgien - Deutschland - Luxemburg - Polen - Schweiz - Slowenien - Tschechien
Wissenschaftsdisziplinen
Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)
Keywords
-
Climate Change,
Environmental Humanities,
Intergenerational Justice,
Future Making,
Cultural Modelling
Klimawandel welche Bilder von der Zukunft haben Menschen dazu im Kopf? Und woher kommen diese? Wissenschaftliche Modelle erklären die Hintergründe, doch Zukunftsvorstellungen werden auch in literarischen Texten, in Essays oder in den sozialen Medien formuliert und diskutiert. Ein internationales Forschungsprojekt von Wissenschaftler:innen aus Österreich, Deutschland und Großbritannien nimmt diese nun unter die kulturwissenschaftliche Lupe. Es wird für drei Jahre mit insgesamt 750.000 Euro gefördert. Geleitet wird Just Futures? von Prof. Dr. Julia Hoydis (Klagenfurt) und Prof. Dr. David Higgins (Leeds), beide im Bereich Literaturwissenschaft und Umweltforschung tätig. Projektpartner:innen sind Prof. Dr. Roman Bartosch (Köln), Dr. Carolin Schwegler (Köln), Prof. Dr. Jens Martin Gurr (Duisburg-Essen), sowie Dr. Warren Pearce (Sheffield). Außerdem wird Künstlerin Jasmijn Visser (RCC München) die Arbeit der Gruppe begleiten und eine interaktive Webseite (www-cultural-climate-models.org) gestalten. Das Besondere: der geisteswissenschaftliche Ansatz sowie die länderübergreifende Spitzenforschung. Als Verbundprojekt wird es neben dem FWF vom britischen Arts andHumanities ResearchCouncil(AHRC)und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt. Literaturwissenschaft, Linguistik, Soziologie und Fachdidaktik kommen in der fächerübergreifenden Projektgruppe zusammen. Sie analysiert, wie sich verschiedene Textarten etwa Dramen und Essays, Posts in sozialen Medien sowie Lehrmaterialien zwischen beschreibenden Aussagen zum Klimawandel und richtungsweisenden Forderungen bewegen. Wie beschreiben solche Werke unsere Zukunft? Zugespitzte Szenarien, Endzeitstimmung oder alltägliche Helden in den untersuchten Texten wird der Klimawandel anders dargestellt als in Fachartikeln. Es geht uns darum zu zeigen, wie verschiedene Medien und Textsorten Klimazukünfte entwerfen und sie greifbar machen, erklärt Hoydis. Bisher dominieren mathematische, meist abstrakte Berechnungen die Klimaforschung. Von Forschenden wird seit Längerem ein stärkerer geisteswissenschaftlicher Ansatz gefordert. Darauf reagiert dieses Projekt und bereichert die Kommunikation dazu um eine literaturwissenschaftliche Perspektive. Im Zentrum steht die Frage, wie verschiedene Texte Generationskonflikte verhandeln und welche Vorstellungen sie für einen generationengerechten Umgang mit dem Thema entwickeln. Das Projekt hat das Ziel, Fachwissen zu bündeln, um dringende globale Herausforderungen anzugehen. Ohne Zweifel gehören dazu in Zeiten des Klimawandels Fragen nach Generationengerechtigkeit und Zukunftshandeln. Das Projekt entwickelt zur Beantwortung dieser Fragen einen innovativen methodischen Ansatz zur Analyse von Zukunftsvorstellungen in der Literatur, in den Sozialen Medien und Lehrmaterialien. Die Ergebnisse und Modelle sollen auch für andere Disziplinen anwendbar sein.
- Universität Graz - 100%
- Jens Martin Gurr, Universität Duisburg-Essen - Deutschland
- Carolin Schwegler, Universität Köln - Deutschland
- Roman Bartosch, Universität Köln - Deutschland
- Warren Pearce, The University of Sheffield - Vereinigtes Königreich
- David Higgins, University of Leeds - Vereinigtes Königreich