Neu-Einsatz von Hydroxychloroquine für die Behandlung der Alveolarproteinose (HCQ4 Surfdefect)
Repurposing hydroxychloroquine for treatment of surfactant dysfunction disorders (HCQ4 Surfdefect)
ERA-NET: Rare Diseases
Wissenschaftsdisziplinen
Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (100%)
Keywords
-
Pulmonary Alveolar Proteinosis,
Hydroxychloroquine,
Treatment,
Rare Disease
Surfactant Mangel führen zu interstitiellen Lungenerkrankungen des Kleinkindesalters (chILD). Mutationen der Gene des Surfactant Protein C, des Surfactant Protein B, des Lipid Transporter ABCA3 und des Thyroid Transkriptions Faktor 1 sind ursächlich an den phänotypisch ähnlichen Ausprägungen angeborener chronisch-interstitieller Erkrankungen mit hoher Morbidität und früher Mortalität verantwortlich Bislang sind kausale Therapieoptionen nicht vorhanden. Neben Sauerstoff-Gabe, adäquater Energiezufuhr und Immunisierungen stellt das Hydroxychloroquine (HCQ) eine seit Jahren versuchsweise angewandte Therapieoption dar. Neben erfolgreichen in vitro Daten ist HCQ auch eine erfolgversprechende klinische Substanzgruppe dar. Im Rahmen eines 2016 zu Ende geführtem FP7 Projektes wurde HCQ als eines der vielversprechendsten Moleküle mit Erfolgschancen in der Behandlung von angeborenen interstitiellen Lungenerkrankungen bewertet. Grundlagen dafür waren der hohe Patientenbedarf an Therapieoptionen, der absolute off-Label Charakter der Mediakation die Ergebnisse einer weltweiten Delphi Prozess Bewertung und die Empfehlung der Mitglieder des Komitees für Orphan Medizinischen Produkten (COMP). Die aktuelle randomisierte Phase 2b doppel-blinde Studie mit HCQ in Patienten mit Surfactant-Mangelerkrankung hat ein sehr flexibles Design betreffend Einstieg und Ausstieg aus der Studie. Das primäre Ziel der Studie ist die Ermittlung des Effektes von HCQ auf die Oxygenierung von Patienten mit Surfactant Mangel. Das Studien Design ist Placebo kontrolliert. Sekundäre Zielparameter umfassen subjektive QoL Parameter und ökonomische Aspekte.
- Kai Kronfeld, Johannes Gutenberg Universität Mainz - Deutschland
- Matthias Griese, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München - Deutschland
- Renato Cutrera, IRCCS Ospedale Pediatrico Bambino Gesù - Italien
- Katarzyna Krenke, Warsaw Medical University - Polen
- Teresa Bandeira, Hospital de Santa Maria - Portugal
- Antonio Jose Moreno Galdo, Vall d’Hebron Research Institute - Spanien
- Nural Kiper, Hacettepe University - Türkei