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Interkulturelle Wechselwirkungen zwischen Paris und Wien

Intercultural Reciprocy between Paris and Vienna

Helga Mitterbauer (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/H194
  • Förderprogramm Charlotte Bühler
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.06.2003
  • Projektende 30.06.2005
  • Bewilligungssumme 84.606 €

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (15%); Sprach- und Literaturwissenschaften (85%)

Keywords

    Kulturelle Transfers, Moderne um 1900, Österreichische Literatur, Interkulturelle Wechselwirkungen, Französische Literatur, Jahrhundertwende

Abstract

Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Analyse der interkulturellen Wechselwirkungen zwischen Wien und Paris in der Zeit von 1890 bis 1930. Das Wissen um zahlreiche persönliche Kontakte zwischen Schriftstellern, Künstlern, Musikern und Journalisten aus den beiden Metropolen der Moderne legt nahe, die innerhalb der Literaturwissenschaft weitgehend akzeptierte These eines einseitigen Transfers von Paris in Richtung Wien zu hinterfragen, und zwar mit dem Ziel einer differenzierteren Darstellung sowohl der literarisch-künstlerischen Netzwerke als auch von Rezeptionsspuren auf textinterner Ebene. Wesentliche Quellen für die Untersuchung bilden dabei Beiträge in zwischen 1890 und 1930 in Paris und Wien erschienenen literarischen Zeitschriften und Zeitungen, Hinweise in Briefwechseln und Tagebüchern von Autoren und Journalisten sowie Theaterspielpläne, literarische Texte und deren Übersetzungen. Diese Publikationen erlauben eine Analyse der wechselseitigen Übernahmen sowohl auf prozessualer als auch auf inhaltlicher Ebene. Hierbei geht es vor allem um die Frage, welche Autoren und Neuerscheinungen wann und wie in der jeweils anderen Stadt wahrgenommen wurden, welche Texte rezensiert, übersetzt, welche Dramen auf welchen Bühnen aufgeführt wurden. Ferner wird untersucht, auf welche Weise diese Prozesse des interkulturellen Transfers abgelaufen sind und welche Personen in welchem Ausmaß als Vermittler daran beteiligt waren. Eine Analyse von ausgewählten literarischen Fallbeispielen wird zeigen, wie sich diese Transfers auf die literarischen Texte ausgewirkt und zu welchen inhaltlichen und formalen Veränderungen sie geführt haben. Methodisch-theoretisch greift das geplante Forschungsvorhaben nicht nur auf Verfahren wie rezeptionsorientierte Zugänge, Intertextualitätstheorien oder Erkenntnisse aus der Stereotypenforschung zurück, sondern bezieht aktuelle kulturwissenschaftliche Ansätze ein, wie die Analyse kultureller Transfers, die Mitte der 80er Jahre in der französischen Germanistik entwickelt wurde (Espagne/Werner) und zunehmend auch im deutschsprachigen Raum Anerkennung findet.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Graz - 100%

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Georg-Coch-Platz 2
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