Führungsforschung aus einem neuen Blickwinkel: Eine Vergleichsstudie unter Managern in Europa
Leadership Research Revisited: A Comparative Study among Managers in Europe
Wissenschaftsdisziplinen
Soziologie (20%); Wirtschaftswissenschaften (80%)
Keywords
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LEADERSHIP,
EURPOPE,
CROSS-CULTURAL,
PARTICIPATION,
QUALITIVE RESEARCH
Charlotte-Bühler-Stipendium H 155Vergleichsstudie unter Managern in Europa zum Thema FührungErna SZABO26.06.2000 Diese Habilitationsstudie untersucht in acht europäischen Ländern die Verknüpfung zwischen tatsächlichen Führungsverhalten und intrapersonalen Konstrukten zum Thema Führung, insbesondere Werthaltungen und implizite Führungstheorien. Die Mehrzahl der Studien in der Führungsforschung konzentriert sich entweder auf das Verhalten oder auf intrapersonale Aspekte, mehrheitlich Werte, und es gibt nur wenige integrative Ansätze, die versuchen eine Verbindung zwischen den beiden Perspektiven herzustellen. In diesem Sinne baut die projektierte Habilitationsstudie auf den Befunden dreier internationaler empirischer Studien auf, die jeweils einer der beiden Perspektiven angehörigen. Es handelt sich dabei um die Vroom/Yetton Studie (intendiertes Führungsverhalten), die Event Management Studie (reflektiertes Führungsverhalten) und das GLOBE Projekt (Führungsideale). Die beantragte Studie selbst setzt an deren Ergebnissen an und stellt eine explorative Betrachtung möglicher "Nahtstellen" dar. Um eine Einengung des Forschungsgegenstandes zu erreichen, erfolgt eine Konzentration auf Partizipation im Rahmen von Führungsentscheidungen als einem Teilaspekt der Rolle einer Führungskraft im organisationalen Kontext. Das erste Ziel der Studie ist es somit, das "unbekannte Feld" zwischen Verhalten und den intrapersonalen Konstrukturen zu erforschen: Wie wirken sich Werte und kognitive Faktoren auf das tatsächliche Führungsverhalten aus? Welche sind die Kräfte, die partizipatives Handeln steuern? Welche Rolle kommt dabei Kontext- und situativen Faktoren zu? Das zweite Ziel der Studie betrifft die Frage der Kulturabhängigkeit dieser Faktoren und Konstrukte. Dazu wird im interkulturellen Vergleich sowohl den Grundlagen und auch der Ausgestaltung von Partizipation nachgegangen. Zur Erreichung der beiden Forschungsziele werden qualitative Methoden eingesetzt. Führungskräfte in acht europäischen Ländern werden mit den Befunden der drei ursprünglichen Studien konfrontiert (mit ihren individuellen sowie den durchschnittlichen Ergebnissen von Managern ihres jeweiligen Landes)v und aufgefordert, dazu vertiefend und unter Einbeziehung eigener Erfahrungen Stellung zu nehmen. Die Interviewdaten werden zunächst für jedes untersuchte Land getrennt, analysiert und in einer abschließenden und integrierenden Analyse miteinander verglichen.
- Bundesland Oberösterreich - 100%