Interferometrische Analysen neukonstruierter Querflötenköpfe
Interferometrische Analysen neukonstruierter Querflötenköpfe
Wissenschaftsdisziplinen
Kunstwissenschaften (45%); Maschinenbau (25%); Physik, Astronomie (30%)
Keywords
-
Interferometrie,
Musikinstrumentenbau,
Neue Produktionstechniken,
Syst. Musikwissenschaft,
Optische Messverfahren,
Maschinenbau
Im Rahmen des beantragten Projektes soll untersucht werden, inwieweit Material und Konstruktion einen hörbaren Einfluss auf den Klang von Querflöten haben. Für die Messung der akustischen Eigenschaften von Querflötenköpfen wird eine neu entwickelte berührungslos arbeitende interferometrische Messmethode verwendet, die vom Antragsteller im Rahmen einer Dissertation erstmals vorgestellt wurde. Weiters sollen Oberflächenvibrationen von Querflötenköpfen systematisch wie auch material- und produktionsabhängig vermessen und analysiert werden. Die am Vorhaben beteiligte Wiener Flötenwerkstatt plant dazu, Querflötenköpfe aus unterschiedlichen Materialien nach dem herkömmlichen Verfahren als auch nach einem innovativen Zerspan- und Pressverfahren herzustellen. Die klanglichen Eigenschaften dieser Querflötenköpfe werden dann mit der neu entwickelten interferometrischen Methode erstmals objektiv vermessen und mit Hörtests verglichen. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die erstmals kommerziell reproduzierbare Herstellung von Querflötenköpfen mit objektiv optimalen klanglichen Eigenschaften, die Aufklärung und Optimierung des Materialeinflusses sowie des Herstellungsprozesses auf die Klangerzeugung. Querflötenköpfe sind nach allen bisherigen Kenntnissen für den charakteristischen Flötenklang verantwortlich. Aus diesem Grund ist die wissenschaftliche Klärung der Material und Herstellungsfragen von höchster wirtschaftlicher Bedeutung. Flötenkorpusse werden meist von Zulieferfirmen bezogen, die Folgekosten für die Entwicklung optimal passender Kopfstücke, deren Anpassung und Vermarktung werden sich aufgrund der nun reproduzierbaren Messtechnik und der vermuteten Vorhersagekraft für die Fertigung deutlich reduzieren. Insgesamt wird erwartet, dass die Untersuchungsergebnisse einen optimierten Klang und eine schnellere, exaktere sowie reproduzierbare Fertigungstechnik ermöglichen, die unmittelbar wirtschaftlich verwertet wird.
- Werner Tomasi, assoziierte:r Forschungspartner:in