Mobile Mixed Reality Assistant
Mobile Mixed Reality Assistant
Wissenschaftsdisziplinen
Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (20%); Informatik (80%)
Keywords
-
Mobile Computing,
Mixed Reality,
Ausstellungssysteme,
Point of Sales Systeme
Augmented Reality (AR, erweiterte Realität), also die Einspiegelung computergenerierter Bilder in die Realwelt- Sicht eines menschlichen Benutzer, ist eine viel versprechende neue Methode für Mensch- Maschine-Interaktion. AR kombiniert die vertraute physische Umgebung mit der Flexibilität des Computers. Nichtsdestotrotz ist der kommerzielle Erfolg von AR-Systemen bislang ausgeblieben - wohl primär bedingt durch mangelnde Ergonomie und hohe Kosten der verwendeten Systeme. Jüngste Entwicklungen im Bereich Mobiltelefone liefern jedoch die leichten und billigen Endgeräte, die eine geeignete Grundlage für die breite Nutzung von AR-Technologie bieten. AR kann somit zu einer "Real- Life"-Plattform für kommerzielle Anwendungen werden, die reiche multimedialen Inhalt für die Massennutzung von AR liefern. Das vorgeschlagene Impuls-Projekt zielt auf die Gestaltung und Entwicklung eines mobilen "Mixed Reality"- Assistenten ab, der als reine Softwarelösung für handelsübliche Smartphones konzipiert ist und Services für mobile AR Anwendungen bietet, insbesondere Verfolgung der Position und Orientierung von realen Objekten, Darstellung von hochwertigen 3D-Modellen innerhalb der realen Umgebung und Interaktion mit virtuellen Anwendungselementen. Die Plattform ermöglicht einen einfachen und kostengünstigen Weg, um vielfältige digitale Informationen (z.B. 3D-Modelle, Videos, Bilder, URLs, oder Tonsequenzen) in die reale Welt einzubringen. Einfache Schwarzweiß-Muster (Marker) auf Papier dienen als physikalische Anker, um die virtuellen Inhalte in die reale Welt einzubetten. Diese Marker vereinigen die Vorteile von Barcodes mit 3D-Tracking (Echtzeit-Schätzung der 3D-Position). Die Handy-Kamera erfasst die Marker, und das Gerät stellt zugehörige Inhalte unmittelbar in 3D dar, so als ob sie in der Realität vorhanden wären. Somit können die Handys als mobile 3D-Browser eingesetzt werden. Das Projekt stellt eine stragetische Partnerschaft zwischen dem industriellen Partner Verdandi GmbH und der Technischen Universität Graz dar und baut auf existierende Zusammenarbeit auf. Die weltweit führende Kompetenz der TU-Graz und die Erfahrung von Verdandi im Bereich der digitalen Mediengestaltung und der Mixed Reality-Installationen ergänzen sich hervorragend. Das Projekt zielt auf eine Vorbereitung der kommerzielle Nutzung der Forschungsergebnisse ab. Dies beinhaltet die Entwicklung eines entsprechenden Businessmodells und Systemevaluierung in verschiedenen Anwendungsgebieten, um die Anforderungen der potentiellen Zielgruppen zu erarbeiten. Das Projekt verschafft Verdandi signifikantes Know-How und Businesspotential in dem schnell wachsenden Gebiet der mobilen Multimedia-Systeme. Die TU-Graz profitiert von den praktischen Erfahrungen und der Möglichkeit, Benutzerstudien außerhalb des Forschunglabors durchzuführen.
- Verdandi Ausstellungs- und Museumsplanungs GmbH - 100%
- Nina Von Gayl, Technische Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in