Integrative Inszenierungen
Integrative Inszenierungen
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (15%); Kunstwissenschaften (85%)
Keywords
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Scenography,
Phenomenology,
Performative Space,
Interaction,
Participation
Angesichts des gegenwärtigen Trends zum Event, zur flächendeckenden Inszenierung von aktuellem Lebensraum und virtueller Umgebung, kommt Zwischenorten der Performativität, an denen Begegnung und (Erfahrungs- )Austausch stattfinden kann, Konventionen befragt werden und innovative Ansätze ausprobiert werden können, maßgebliche gesellschaftskulturelle und -politische Bedeutung zu. Bei integrativen Inszenierungen handelt es sich um szenografische Interventionen im erweiterten Raum (Wetzel). Als genreübergreifendes Begriffsangebot lässt sich die integrative Inszenierung als Möglichkeit verstehen, die Praxis der Setzung im kulturellen Feld, der Raumorganisation - der Mise-en-Scène des physischen und symbolischen Raumes -, und der Etablierung von dynamischen, prozessorientierten Handlungsoptionen zu bezeichnen. Was die integrative Inszenierung auszeichnet, ist das Ausloten neuer, "hybrider Aktionsräume" (Meurer) und die Inszenierung partizipativer Prozesse. Den Räumen, Dingen und ihrem Immersionspotential gilt die Aufmerksamkeit. Das Aufbrechen der "Kultur der Grenzziehung" (Baecker) erfolgt im anthropozentrischen Interesse. Was im Rahmen der integrativen Inszenierung Gestaltung annimmt, sind Räume des (Er-)Lebens, Räume, die dazu beitragen, Begegnungen und gemeinsames Gestalten in laborähnlicher Situation zu ermöglichen. Ausgehend von der Bewegung durch das phänomenologische Diskursfeld samt philosophischen, soziologischen und kulturwissenschaftlichen Reflexionen zum Thema Raum, verortet Divjak exemplarische Manifestationen der integrativen Inszenierung im Theater ("Lovepangs TM ", Volksbühne Berlin), im Kontext der kulturwissenschaftlichen Vermittlung ("museum inside out", Museum für Volkskunde Wien) und in der Bildenden Kunst ("Raum für Sexkultur", Christoph Büchel, Secession Wien). Der Autor analyisiert Inszenierungsstrategien und befragt Raumkonzepte, die RezipientInnen als AkteurInnen adressieren und aktives Überprüfen von Denk- und Handlungsmodellen begünstigen.
- Stadt Wien - 100%