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Karl Mack von Leiberich

Karl Mack von Leiberich

Manfried Rauchensteiner (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/D4163
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 8.000 €

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (90%); Rechtswissenschaften (10%)

Keywords

    Keine

Abstract

Karl Mack wird am 24. August 1752 in Nennslingen geboren. Er tritt 1770 als Fourier in das 2. Karabinierregiment ein, dessen Inhaber Moritz Graf Lacy auf ihn aufmerksam wird. 1778 zum Unterleutnant befördert, wird er 1783 als Hauptmann in den Generalquartiermeisterstab versetzt und 1786 mit dem Prädikat "von Leiberich" in den Adelsstand erhoben. 1788 im Türkenkrieg zum Major und Flügeladjutanten des Kaisers ernannt, versieht er Dienst bei der Hauptarmee. Im folgenden Jahr 1789 hat Mack als Oberstleutnant wesentlichen Anteil an der Einnahme von Belgrad, was ihm die Beförderung zum Oberst, das Ritterkreuz des Theresienordens und als Folge die Erhebung in den Freiherrnstand einbringt. Nach einem Zwischenspiel als Kommandant eines Kavallerieregiments wird er 1793 in den Niederlanden Generaladjutant Coburgs. In dieser Funktion ist er maßgebend an den Verhandlungen mit Dumouriez beteiligt, die dessen Übertritt zur Folge haben. Nach einer Verwundung in der Schlacht von Famars zieht er sich zurück und erhält als besonderes Zeichen der Anerkennung die Inhaberschaft über ein Kavallerieregiment verliehen. Er wird zu Beginn des Folgejahres reaktiviert und leitet, zum Generalmajor befördert, als Generalquartiermeister des Kaisers die Operationen in den Niederlanden. Nachdem Kaiser Franz die Armee verlassen hat, zieht er sich neuerlich zurück. 1797 zum Feldmarschalleutnant befördert, übernimmt er 1798 den Oberbefehl über die neapolitanischen Truppen im Feldzug gegen die Römische Republik. Der Feldzug endet im Fiasko, Mack sieht sich genötigt, im französischen Hauptquartier Sicherheit vor dem empörten Pöbel zu suchen. Er wird als Kriegsgefangener zunächst nach Dijon, später nach Paris gebracht, von wo er 1800 unter Bruch seines gegebenen Ehrenwortes flüchtet. 1805 wird Mack zum Generalquartiermeister des Kaisers ernannt und erhält de facto den Oberbefehl über die österreichische Armee in Deutschland. Von Napoleon nach einem groß angelegten Umfassungsmanöver in Ulm eingeschlossen, kapituliert er am 20. Oktober 1805 in aussichtsloser Lage. Das anschließende Kriegsgerichtsverfahren endet mit der Kassation, dem Verlust von Regimentsinhaberschaft und Theresienorden sowie der Verurteilung zu einer zweijährigen Festungshaft. 1808 vorzeitig entlassen, betreibt er seine Rehabilitierung, die ihm schließlich 1819 durch Wiedereinsetzung in seinen Rang und Rückgabe des Theresienordens gewährt wird. Mack stirbt am 22. Oktober 1828 in Sankt Pölten.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

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