Verdrängter Humanismus, Band VI: Österreichische Philosophie 1951 - 2000
Verdrängter Humanismus, Band VI: Österreichische Philosophie 1951 - 2000
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (20%); Andere Naturwissenschaften (15%); Philosophie, Ethik, Religion (60%); Politikwissenschaften (5%)
Keywords
-
Philosophy,
Austria,
2nd half of 20th century,
Special Sciences,
Philosophical Empirism,
Interdisciplinary Studies
Verdrängter Humanismus - Verzögerte Aufklärung. Band 6: Philosophie in Österreich 1951-2000. Auf der Suche nach authentischem Philosophieren. Hrsg. von Michael Benedikt, Reinhold Knoll, Franz Schwediauer und Cornelius Zehetner Zusammenfassung Mit dem vorliegenden Band gelangt die Darstellung der österreichischen Philosophiegeschichte seit 1400 in der Reihe "Verdrängter Humanismus - Verzögerte Aufklärung" zum Abschluss, wovon einige Bände auch mit Förderung durch den FWF gedruckt wurden. Thema ist diesmal die aktuelle Standortbestimmung des Philosophierens in Österreich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die siebzig Beiträge der ausländischen und - mehrheitlich - österreichischen sechzig AutorInnen bieten zum Teil Einzelanalysen, zum anderen Teil Überblicksdarstellungen von Personen und Problemkreisen. Dabei steht nicht bloß die akademische Philosophie für sich im Focus, sondern es geht wesentlich um das komplexe Verhältnis der Philosophie zu den einzelnen Wissenschaften auf der einen Seite, zur Politik, zur Gesellschaft, zur Wirtschaft, Kunst und Religion andererseits. Die Frage ist, welche Verbindlichkeit die Philosophie hier besitzt und wie diese in den verschiedenen Gebieten selbst zum Ausdruck gelangt. Dementsprechend ist der Band in sechs große Abschnitte gegliedert: Den Auftakt bildet Paul Feyerabends bislang unpublizierte Darstellung der Geisteswissenschaften in Österreich von 1954. Es folgt das Verhältnis der Philosophie zu den Einzelwissenschaften - untergliedert in Gesellschafts-, Natur- und Geisteswissenschaften, enthaltend Analysen zur österreichischen ökonomischen Theorie und Rechtsphilosophie ebenso wie zur Theologie und Kunstgeschichte. Im nächsten Abschnitt erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Künsten anhand von ausgewählten Einzelbeispielen. Abschnitt Vier geht der Rolle der Philosophie in Politik und Gesellschaft nach: von der Bildungspolitik bis zu gesellschaftskritischen, auch weniger wirkungsmächtigen theoretischen Konzepten. Der umfangreiche fünfte Abschnitt ist zum einen der Darstellung der Philosophie in den Bundesländern - von Tirol bis Wien - gewidmet, wobei die philosophischen Institute in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und Linz jeweils eingehend präsentiert werden; zum anderen dem Beitrag österreichischer Philosophie zu den international rezipierten Strömungen. Klar wird hier die Schwierigkeit, die Philosophie als ihre eigene Aufgabe in der veränderten Lebenswelt zu sehen. Erkennbare Schulen scheint es keine mehr zu geben. Hinter dem breiten Bedarf an Philosophie wird aber die Fortführung und Transformation von drei Schulen des Empirismus in Österreich gezeigt: des naturwissenschaftlich-logischen Empirismus in Anknüpfung an den Wiener Kreis und die analytische Tradition; eines geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Empirismus als sog. "Erster Wiener Schule", und des Philosophischen Empirismus als umfassender Konzeption. Dem letzteren gelten insbesondere der einleitende Beitrag und das Schlusswort als letzter Abschnitt.
- Universität Wien - 100%