Die illuminierten Handschriften
Wissenschaftsdisziplinen
Kunstwissenschaften (100%)
Keywords
- Mittelalter,
- Handschriften,
- Buchmalerei,
- Skirptorien,
- Kulturgeschichte,
- Einbandkunst
Der Katalog der illuminierten Handschriften ab ca. 1400 bis 1550 in der Universitätsbibliothek Graz erschließt eine der größten Sammlungen spätmittelalterlicher Handschriften mit Buchschmuck in öffentlichem Besitz in Österreich. Er macht diesen bedeutenden Corpus visueller Medien durch Beschreibungen und Abbildungen für Wissenschaftler und andere Interessierte zugänglich und bietet eine historische Einordnung der Bücher, die als Basis für weiterführende Forschungen dienen soll. Die Katalogisate enthalten Informationen zur physischen Beschaffenheit der Handschriften und zu ihrem Inhalt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Beschreibung und kunsthistorischen Einordnung der malerischen oder zeichnerischen Ausstattung: Dem summarischen Überblick über die Ausstattung folgen detaillierte Beschreibungen von Miniaturen, Initialen und Randschmuck. Anschließend werden die Argumente für ihre Datierung und Bestimmung ihres Entstehungsortes dargelegt. Aufbau und Inhalt der Katalogisate folgen den Bänden der Reihe Die illuminierten Handschriften und Inkunabeln der Österreichischen Nationalbibliothek. Die Zusammensetzung des Grazer Bestandes, der sich vor allem aus den Bibliotheken der im 18. Jahrhundert aufgelösten steirischen Klöstern rekrutiert, ermöglicht es jedoch statt einer rein chronologischen Reihung eine Ordnung der Katalogisate nach Provenienzen. Auf diese Weise erhält der Leser einen Überblick über die illuminierten Handschriften eines Klosters, über das, was dort entstanden sein könnte und über das, was durch Erwerbungen oder Schenkungen dorthin gelangte. Die Geschichte der Klöster, ihrer Bibliotheken und soweit zu erschließen auch ihrer Skriptorien und Buchbinderwerkstätten wird in Einleitungen zu den einzelnen Klöstern vorgestellt. Auf diese Weise erhält der Leser nicht nur Informationen über die einzelnen Objekte, sondern auch einen Eindruck von der Kunst-, Kultur- und Bildungsgeographie im mittelalterlichen Österreich.