Regesten Kaiser Friedrichs III. Heft 18 (1458-1463)
Regesten Kaiser Friedrichs III. Heft 18 (1458-1463)
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Keywords
-
Kaiser Friedrich III.,
Rechts- und Verwaltungsgeschichte,
Kanzleiwesen,
Geschichte des 15. Jahrhunderts,
Diplomatik,
Österreichische Geschichte
Der Band stellt die für den Zeitraum von 1458 bis 1463 im österreichischen Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien verwahrten Urkunden und Briefe Kaiser Friedrichs III. in Regestenform vor und führt die chronologische Reihe der beiden Wiener Vorgängerbände fort. Er bildet den 18. Band der Gesamtreihe des von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz getragenen Projektes "Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440-1493)". Den Regesten vorangestellt ist eine ausführliche Einleitung, die nicht nur eine statistische Auswertung der verzeichneten Urkunden und Briefe und deren Überlieferungsart bietet, sondern auch auf die Kanzleipraxis Friedrichs III. eingeht und Überlegungen zur Provenienz der bearbeiteten Bestände im HHStA in Wien anstellt, die teilweise auf das Hausarchiv der Habsburger zurückgehen. Darüberhinaus wurden ein Urkunden- und Literaturverzeichnis sowie ein detaillierter Index erstellt, um dem Benutzer den Zugang zu den einzelnen Regesten zu erleichtern. Die bearbeiteten Jahre von 1458 bis 1463 sind vor allem gekennzeichnet durch die Auseinandersetzung Kaiser Friedrichs III. mit seinem Bruder Albrecht VI. um die Vorherrschaft in Österreich ob und unter der Enns, die durch den plötzlichen Tod Albrechts Anfang Dezember 1463 abrupt endete. Im selben Zeitraum konnte der Kaiser aber auch verschiedene Einigungen und Verträge mit Erzbischof Sigmund von Salzburg, mit Herzog Ludwig IX. von Bayern-Landshut, mit König Georg von Böhmen und König Mathias Corvinus von Ungarn abschließen, die wichtige Meilensteine für die politische Tätigkeit Friedrichs III. bildeten und zur Konsolidierung seiner Hausmacht führten. Neben den großen herrschaftspolitischen Aktivitäten lassen sich aus dem Band auch die täglichen` Rechtsgeschäfte ablesen und geben Hinweise auf die spätmittelalterliche Herrschaftspraxis und auf die Instrumentarien ihrer Durchsetzung. Zahlreich sind die Urkunden, mit denen Kaiser Friedrich III. als "Landesherr" die Verwaltung seiner Besitzungen und Einkünfte umstrukturierte. Wer dabei begünstigt wurde oder nicht, gibt einen interessanten Einblick auf das Umfeld Friedrichs III., auf seine Gefolgschaft bzw. seine Gegner. Der vorliegende Band stellt zahlreiche bisher unbekannte politisch, sozial-, rechts- und wirtschaftsgeschichtlich interessante Urkunden vor, die weit über lokalhistorische Interessen hinausgehen, und bietet eine neue Grundlage für weitere wissenschaftliche Arbeiten.