Wissenschaftsdisziplinen
Kunstwissenschaften (100%)
Keywords
Hofburg,
Innsbruck,
Geschichte,
Wohnkultur,
Einrichtung,
Ausstattung
Abstract
Die Hofburg zu Innsbruck zählt neben der Wiener Hofburg und Schloß Schönbrunn zu den bedeutendsten
Kulturbauten Österreichs. Die wechselvolle Geschichte der Innsbrucker Hofburg begann um 1400 und erreichte
unter Kaiser Maximilian I. mit dem prachtvollen spätmittelalterlichen Bau einen ersten Höhepunkt. Dem folgte die
Umgestaltung in ein Renaissanceschloß unter Kaiser Ferdinand I. Unter Maria Theresia erhielt die Hofburg ihr
heutiges barockes Erscheinungsbild. Danach wandelten sich vor allem Ausstattung und Einrichtung der Innsbrucker
Hofburg.
Die Gestaltung von Innenräumen ist in stärkerem Maße einem Wandel unterworfen als Werke der bildenden Kunst
oder Fassadenarchitektur. Wechselnde Bedürfnisse und ein sich wandelnder Geschmack führen immer wieder zu
Neudekorierung und Neumöblierung. Der unmittelbare Bedarf durch Aufenthalte von Mitgliedern der kaiserlichen
Familie in Innsbruck, Zeremoniell und Repräsentation, spielten dabei die wesentliche Rolle. Die Nachfolger Maria
Theresias schufen ihren jeweiligen Bedürfnissen und Geschmacksrichtungen entsprechende neue Interieurs. Der
Bogen der Einrichtungsstile spannt sich vom Rokoko über Empire und Biedermeier bis zur historischen
Stilrezeption. Als Besonderheit biedermeierlichen Gestaltens etablierten sich die Mobilien, die der Innsbrucker
Tischlermeister Johann Geyr 1838 für das Kaiserappartement schuf. Vom Wiener Hofbildhauer August La Vigne
ab 1858 im Stil des Zweiten Rokoko geschaffene Gesamtausstattungen sind heute noch in bemerkenswerten Teilen
erhalten.
Dieses Werk wird illustriert durch Abbildungen von Archivalien, historischen Plänen, Architekturzeichnungen,
sowie historischen und aktuellen Aufnahmen. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit zeigen sich dem Besucher
der Innsbrucker Hofburg durch die Präsentation der Museumsräume im neu realisierten Museumskonzept.