Die Universität als Organisation
Die Universität als Organisation
Wissenschaftsdisziplinen
Soziologie (100%)
Das Buch beschreibt im ersten Teil zentrale Aspekte der gesellschaftlichen Entwicklung, die für die Universität als besonders relevant erachtet werden. Die Entwicklung zur wissensbasierten Organisationsgesellschaft ist für die Universität aufgrund ihrer Aufgabe der Wissensproduktion von Bedeutung, die zunehmend globalisierte Gesellschaft ist für die Universität als internationale Organisation von Relevanz und die fragmentierte Gesellschaft betrifft die Universität in ihrer Eigenschaft als Konsensinstitution. Die Aufgaben der Universität werden im Spannungsfeld zwischen Gesellschafstrelevanz und Gesellschaftsdistanz dargestellt. Vor diesem Hintergrund werden im Einführungskapitel auch einige Ansatzpunkte zur Veränderung der Universität in den Bereichen, des Wissenschaftsverständnisses, der Lehre, des Management und der Organisationsentwicklung skizziert. Der zweite Abschnitt betrachtet die Universität organisationstheoretisch. Die wichtigsten Ansätze der modernen Organisationstheorie werden auf ihre jeweilige Bedeutung für die Organisation Universität untersucht. Es werden die Besonderheiten universitärer Veränderungsprozesse und die Voraussetzungen für eine Transformation der Universität von einer Organisation des Lernens zu einer lernenden Organisation beschrieben. Der dritte Teil des Buches widmet sich den Dimensionen und Aspekten des Universitätsmanagements. Dazu gehören vergleichende Überlegungen zwischen dem amerikanischen und dem europäischen Modell des Universitätsmanagement ebenso wie ein Überblick über die Konturen des österreichischen Universitätsmanagements seit dem 2. Weltkrieg. Vor allem werden die Besonderheiten universitärer Leitung behandelt. Die Spezifika der Expertenorganisation Universität werden konfrontiert mit dem Rollenverständnis österreichischer Universitätsmanager. Abschlossen wird dieses Kapitel mit Überlegungen zur Professionalisierung der Universitätsverwaltung. Das vierte Kapitel thematisiert die universitäre Personalentwicklung als eine Managementaufgabe. Das Qualifizierungprofil der Hochschulangehörigen ist eine wesentliche Determinante der Weiterentwicklung der Universität. Neben theoretischen Erörtungen werden konkrete Erfahrungen mit Personalentwicklung an ausgewählten Universitäten beschrieben. Das letzte Kapitel untersucht den Beitrag, den verschiedene Formen der Evaluation zur Organisationsentwicklung an Universitäten liefern können. Konkrete Evaluierungserfahrungen an österreichischen Universitäten fließen ein. Der Epilog beschäftigt sich mit neuen Rollen und Qualifikationen für Hochschullehrende und Studierende sowie zusammenfassenden Überlegungen zur Rolle der Hochschulforschung.
- Ada Pellert, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in