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Katalog der Streubestände in Wien und NÖ, Teil I. Nichtarchivalische mittelalterliche Handschriften und Fragmente in Korneuburg, Mistelbach, Retz, St. Pölten, Tulln, Waidhofen, etc.

Katalog der Streubestände in Wien und NÖ, Teil I. Nichtarchivalische mittelalterliche Handschriften und Fragmente in Korneuburg, Mistelbach, Retz, St. Pölten, Tulln, Waidhofen, etc.

Franz Lackner (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/D3012
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 12.10.1998
  • Projektende 12.10.2008
  • Bewilligungssumme 20.537 €

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (100%)

Abstract

Das vorliegende Manuskript enthält die katalogmäßigen Beschreibungen von insgesamt 133 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften und Fragmenten aus dem Zeitraum vom 9. bis zum Ende des 16. Jahrhunderts, die sich in privatem, kirchlichem und öffentlichem Besitz (insgesamt 23 verschiedene Besitzträger) in Niederösterreich und Wien befinden. Der Großteil der hier behandelten Codices wird erstmalig katalogmäßig beschrieben. Der größte Teil der beschriebenen Codices ist dem Gebiete der Liturgie zuzurechenen (Missalien, Breviere, Psalterien, Antiphonarien etc.). Daneben werden auch Bibeln und Handschriften mit überwiegend Sermones und pastoraltheologischen Texten und eine Reihe historiographischer Manuskripte des späteren Mittelalters und der frühen Neuzeit beschrieben. Die meisten der erfaßten Codices stammen aus dem süddeutsch-österreichischen Raum. Daneben finden sich auch Handschriften aus den Niederlanden, aus Böhmen, Frankreich und Italien. Drei der hier katalogisierten Missalien (das Missale der Grafen Harrach, das Turs-Missale und das Vorchtenauer- Missale) sind wichtige Zeugen für die Wiener Buchmalerei des 4. bis 7. Jahrzehnts des 15. Jahrhunderts. Hervorzuheben sind auch zwei Renaissancecodices florentinischer Herkunft, die mit dem Kreis um König Matthias Corvinus von Ungarn in Verbindung gebracht werden können. Ein weiteres Ziel des Kataloges war die Festschreibung des Ist-Bestandes an nichtarchivalischen mittelalterlichen Handschriften der erfaßten Bestände, die noch bis in unser Jahrhundert hinein unter Verlusten zu leiden hatten. Es ist vorgesehen, dem Katalog acht Farb- und 16 Schwarz-Weiß-Tafeln mit Abbildugen zum Buchschmuck beizugeben. Die gleichfalls vorgesehene CD-ROM mit rund 600 Abbildungen vor allem von Schriftbeispielen soll die im Katalogtext getroffenen Aussagen zu Datierung und Lokalisierung der Handschriften nachprüfbar machen.

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