Handbuch des Wertpapierrechts, Band I
Handbuch des Wertpapierrechts, Band I
Wissenschaftsdisziplinen
Rechtswissenschaften (100%)
1. Das "Handbuch des Wertpapierrechts" stellt ein großes, auf weit über 1000 Seiten angelegtes System dar. Ein derartiges Werk fehlt im gesamten deutschen Sprachraum. Auch das letzte große System in Deutschland (Jacobi, fertiggestellt 1945) enthielt nur Wechsel und Scheck, nicht aber sämtliche übrigen Wertpapiere, und keinen eingehenden "Allgemeinen Teil des Wertpapierrechts"; einen solchen dogmatisch vertieften "Reifebeleg" des Rechtsgebiets lege ich hiermit erstmals vor (u. zw. für sich allein im Umfang der gängigen Lehrbücher des Rechtsgebiets insgesamt). 2. Inhalt des zur Förderung eingereichten Bands I (inkl. der Register: rd. 650 Buchseiten): a. "Allgemeiner Teil des Wertpapierrechts" (ca. 140 Buchseiten). Namentlich: Begriff, verschiedene rechtliche und wirtschaftliche Funktionen und Einteilungen des Wertpapiers, Kraftloserklärung, Entstehung des verbrieften Rechts ("Wertpapierrechtstheorien" und Begebung), Bezüge zum Bank- und Börsenrecht usw. - Im "AT" fallen sämtliche Grund- und Vorentscheidungen für die dogmatische Behandlung (etwa auch für die kaufmännischen WPe oder das Sparbuch), einschl. der meisten Einzelfragen der Praxis. b. Großteil des Wechselrechts, das nach wie vor das Herzstück des Wertpapierrechts verkörpert. Abgesehen von einem kurzen Abriß der Geschichte des Wechsels werden namentlich ausführlich dessen rechtliche Besonderheiten, wirtschaftliche Funktionen (samt Verwertungsmöglichkeiten), Wechselverfahren, Unabhängigkeit der Wechselerklärungen, Stellvertretung bei der Wechselzeichnung, Fälschung und Verfälschung behandelt. Zur "Ausstellung" des Papiers gehören v.a. sämtliche Wechselbestandteile (notwendige und fakultative) sowie der Blankowechsel (dieser beansprucht allein rd. 40 Buchseiten). Der Erörterung des Akzepts (der Annahmeerklärung) folgt eine solche der Weitergabe des Wechsels, insbesondere durch Indossament samt dessen Sonderformen (rd. 120 Buchseiten) und des Gutglaubenserwerbs abhandengekommener Wechsel (rd. 50 Buchseiten). - Insgesamt umfaßt dieser zweite Teil ca. 450 Seiten. 3. Ziel ist einerseits eine vertiefte Darstellung systematischer und dogmatischer Art, andererseits konkreter Nutzen für die Wirtschaftspraxis (wie dies auch meiner früheren Tätigkeit als Richter entspricht). Möglichst alle wichtigeren Fragen werden von Grund auf behandelt, mit - teilweise erstmaligen - Lösungen und einer Abwägung der (z.T. gleichfalls neuen) Argumente. Als Grundlagen- und Nachschlagewerk für prinzipielle wie für spezielle Probleme in allen behandelten Bereiche soll es sämtlichen juristischen Berufen dienlich sein, daneben auch den Wirtschaftswissenschaften. 4. Nur am Rand möchte ich bemerken, daß ich zusätzlich zur bisherigen Arbeitszeit von über zwei Arbeitsjahren (etwa 3500 Arbeitsstunden) bereits nicht unerhebliche Kosten aus eigener Tasche getragen habe (rd. 20.000.- S). Zur Verlagswahl: Diese erfolgte angesichts der Tatsache, daß der Absatz des Werks voraussichtlich nicht über denjenigen einer Monographie hinausgehen wird und daß die Herstellungskosten nirgends sonst günstiger zu haben sein dürften; nicht zuletzt auch wegen der bewährten guten Zusammenarbeit im Rahmen der Linzer Reihe der Universitätsschriften.