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Entwickelung und Fortschritt. Darwinistische Naturwissenschaft und liberale Literatur in Österreich 1859 - 1914.

Entwickelung und Fortschritt. Darwinistische Naturwissenschaft und liberale Literatur in Österreich 1859 - 1914.

Werner Michler (ORCID: 0000-0002-7091-8429)
  • Grant-DOI 10.55776/D2980
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 29.06.1998
  • Projektende 11.06.1999
  • Bewilligungssumme 13.081 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)

Abstract

Die Studie untersucht die Beziehungen zwischen Evolutionstheorie und Literatur in Österreich vor dem Ersten Weltkrieg vor dem Hintergrund der Transformationen des österreichischen Liberalismus. Die Darwinsche Theorie enthielt selbst Angebote an die Literatur, die sich von der großen Erzählung von kontinuierlichem Fortschritt (Evolution) bis zu dramatischen Szenarien universalen Daseinskampfes (Selektion) erstreckten. Zwischen diesen beiden Polen bewegten sich auch die Optionen der zeitgenössischen Biologie, die selbst immer auf ästhetische Formen angewiesen blieb. In den 1860er Jahren entsteht im fortschrittlichen "Darwinismus" ein stabiles Syndrom von wissenschafts-, gesellschafts- und kulturpolitischen Interessen, das auf seine Elemente rückwirkte. Wilhelm Scherers "positivistische" Germanistik und Haeckels evolutionistische Biologie etablieren sich in enger Wechselwirkung unter dem Versprechen der Einheitswissenschaft (Kap. 1). Die liberale Literatur nach 1848 zeigt im Konnex mit dieser liberalen Darwin-Version die Tendenz, Politik thematisch und textuell als (Natur-)Wissenschaft zu reformulieren. In diesem Kontext wird Leopold v. Sacher- Masochs Novelle "Venus im Pelz" nicht als psychologische Dokument, sondern als hellsichtige literarische Problematisierung dieser Strategien gelesen (Kap. 2). In den literarischen Arbeiten von Minna Kautsky wird der liberale Evolutionismus im Zeichen Darwins in einen sozialdemokratischen umgedeutet, auf der Basis der Textstrategien der frühen Arbeiterbewegung zeigt sich der Einfluß der theoretischen Arbeiten ihres Sohnes Karl Kautsky, der in den "sozialen Trieben" ein Gegenmittel gegen den Selektionismus gefunden zu haben meint (Kap. 3). Die literarischen Verhandlungen der liberalen Basisproblematik der Legitimität von Besitz werden an einer "literarischen Reihe" rekonstruiert, die, ausgehend von Ludwig Anzengrubers Roman "Der Sternsteinhof", legale und genetische "Vererbung" im Motiv der Hofübergabe fusioniert (Kap. 4). Zwei zentrale Texte der Literatur der Wiener Moderne, Leopold v. Adrians "Der Garten der Erkenntnis" und Richard Beer-Hofmanns "Der Tod Georgs" werden als zwei aufeinander bezogene literarische Verarbeitungen des Degenerationsdiskurses gelesen, wobei Beer-Hofmanns national-jüdische Lösung, die der Text als Ausweg präsentiert, nur vor der Folie eines zeitgenössischen Gegenmittels zur Degeneration, dem Neolamarckismus, verständlich wird (Kap. 5). Peter Altenbergs Skizzenreihe "Ashantee" benützt evolutionistische Motive aus der zeitgenössischen Anthropologie, die hinter dem scheinbaren Protest gegen die Institution der "Völkerschau" im Rahmen des Tiergartens aufscheinen (Kap. 6). An den Schriften der nahezu vergessenen Autorin Marie Eugène delle Grazie (Kap. 7) und von Bertha v. Suttner (Kap. 8) wird abschließend das Überleben des optimistischen Darwinismus in den bürgerlich-"radikalen" Bewegungen der Jahrhundertwende beschrieben. Delle Grazies literarische Propaganda für den Haeckelschen "Monismus" zeigt im Umschlagen eines emphatischen Konzeptes von "Bildung" in neoaristokratische Modelle die Grenzen der "Weltanschauungspolitik". In einer vergleichenden Lektüre von Suttners pazifistischer Literatur mit den Schriften des Generalstabschefs Conrad v. Hötzendorf werden am Vorabend des Weltkrieges zwei konträre Versionen von Darwinismus sichtbar, die beide seinen liberalen Ursprung bewahren sollten und signifikant transformiert haben. An den Verhandlungen des Darwinismus in der Literatur soll so zum einen die weit über seine politische Konjunktur hinausreichende diskursive Defnitionsmacht des Liberalismus in Österreich deutlich gemacht werden, zum anderen werden eingespielte literaturhistorische Rubrizierungen bezüglich der österreichischen Literatur relativiert. Methodisch stützt sich die Studie auf neuere Strömungen, insbesondere der angelsächsischen Kulturwissenschaft, die sich in Nachfolge Raymond Williams als "Cultural Materialism" etabliert haben. Unter Anschluß an die rege "Literature and science"-Debatte verbindet sie eine sozialgeschichtliche Institutionen- und Wissenschaftsgeschichte mit stark kontextorientierten Textinterpretationen.

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