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Zur ökonomischen Funktion der Kinder ärmerer Schichten in Österreich (vom späten 19. Jahrhundert bis in die Zwischenkriegszeit)

Zur ökonomischen Funktion der Kinder ärmerer Schichten in Österreich (vom späten 19. Jahrhundert bis in die Zwischenkriegszeit)

Michael Mitterauer (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/D2970
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 12.10.1998
  • Projektende 16.02.1999
  • Bewilligungssumme 9.288 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Soziologie (100%)

Abstract

Die von Frau Maria Papathanassiou vorgelegte Untersuchung "Zur ökonomischen Funktion der Kinder ärmerer Schichten in Österreich vom späten 19. Jahrhundert bis in die Zwischenkriegszeit" greift ein von der wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Forschung in Österreich und darüber hinaus viel behandeltes Thema auf, zu dem es zahlreiche Detailstudien und auch viele zusammenfassende Überblicksdarstellungen gibt. Trotzdem gelingt es der Autorin, dem Thema Kinderarbeit ganz neue, bisher nicht beachtete Perspektiven abzugewinnen. Dies erreicht sie einerseits durch die Einbeziehung von ökonomischen Aktivitäten von Kindern über den industriellen Bereich hinaus, auf den sich bisher alle Untersuchungen konzentriert hatten, andererseits durch die Analyse in diesem Zusammenhang bisher nicht genützter Quellen, nämlich von lebensgeschichtlichen Selbstzeugnissen. In ihnen treten von der Forschung vö1lig unbeachtete Formen der Kinderarbeit in Erscheinung. Gleichzeitig ermöglicht diese Quellengattung, die Wahrnehmung bestimmter Arbeiten aus der Perspektive des Kindes zu berücksichtigen. Sie bietet weiters auch eine Einbettung von Arbeitsverrichtungen in größere Zusammenhänge des Alltagslebens und damit eine Rekonstruktion jener Lebenswelten, in denen Kindern eine ökonomische Funktion zukam. So ermöglicht die thematische Ausweitung bzw. die Ausweitung der Quellenbasis wesentliche neue Erkenntnisse über ein vielbehandeltes Problemfeld der neueren Sozialgeschichte. Die Arbeit beginnt mit einem Überblick über die Geschichte der Kinderarbeit und die Debatte über Kinderarbeit seit dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts. Dabei wird versucht, einen internationalen Vergleich anzustellen. Es folgt eine Behandlung der wirtschaftlichen und sozialen Lage der "ärmeren Schichten" in Österreich zwischen 1880 und 1940 mit einem Schwerpunkt auf der Zeit nach 1914. Daran schließt die Hauptproblematik der Studie an: Die Frage nach dem Charakter der Familienwirtschaft im Untersuchungszeitraum. Bei der Analyse der ökonomischen Funktion von Kindern wird nach landwirtschaftlichen Tätigkeiten, Haushaltsarbeiten und industrieller Arbeit differenziert. In den einzelnen Kapiteln werden geschlechts- und altersspezifische Arbeiten behandelt, weiters Fragen von Arbeitszeit und Entlohnung. Besonders originell erscheint ein Kapitel über die Rolle der "moralischen Ökonomie" für die Familienwirtschaft, in dem der von E.P. Thompson geprägte Begriff auf Bittgänge, Bettel und Heischebräuche von Kindern angewandt wird. Ein eigenes Kapitel behandelt den Übergang von der Kinderarbeit zum Berufsleben. Das Verhältnis von Kinderarbeit zu schulischen Verpflichtungen sowie die oft fließenden Übergänge zwischen Arbeit und Spiel werden untersucht. Wichtig erscheint das Kapitel über das Verhalten der Eltern, über ihre Kontrollfunktionen und Erziehungsmaßnahmen. Das letzte Kapitel behandelt schließlich die bisher überhaupt nicht untersuchte Frage der Einstellung von Kindern zur Arbeit bzw. der Selbstwahrnehmung von Arbeit. Die neuen Ergebnisse der Arbeit liegen auf vielfältigen Gebieten. Hinsichtlich der Formen der Kinderarbeit, die bisher primär aus der Perspektive statistischer Quellen bzw. von Berichten der Gewerbeinspektoren gesehen wurden, bringt die Einbeziehung von lebensgeschichtlichen Zeugnissen eine wesentliche Ausweitung des Spektrums. Das Phänomen Kinderarbeit erscheint dadurch insgesamt in einem anderen Licht. Generell regt die Untersuchung dazu an, über so grundsätzliche Begriffe wie Arbeit, Freizeit, Spiel etc. neu nachzudenken. Aber auch für das Thema Familie ergeben sich interessante Perspektiven. Etwa läßt sich die Beschränkung der Familienwirtschaft auf die Haushaltsfamilie nach den Ergebnissen dieser Forschungen nicht mehr ohne weiteres aufrechterhalten. Gerade das Phänomen der Mitarbeit von Stadtkindern bei ländlichen Verwandten verweist diesbezüglich auf berücksichtigungswerte grundsätzliche Zusammmenhänge über den Haushalt hinaus. Auch zur Präzisierung des Verständnisses von "Unterschichten" oder "ärmeren Schichten" im Untersuchungszeitraum trägt die Dissertation Wesentliches bei und damit zu grundsätzlichen Fragen der sozialen Stratifikation. Die Literatur- und Quellenbasis der Untersuchung erscheint beeindruckend. Bezüglich der Literatur ist besonders zu bemerken, daß nicht nur die vielfach schwer auffindbare lokal- und regionalgeschichtliche Literatur berücksichtigt wurde, sondern vor allem auch die großen internationalen Studien zum Thema "Kinderarbeit". Dieser internationalen Literatur entnimmt die Autorin wichtige theoretische Modelle, die sie zum Teil eigenständig weiterentwickelt. Bezüglich der Quellen ist hervorzuheben, daß in mühevoller Kleinarbeit aus hunderten von Autobiographien einschlägige Quellenstellen herausgesucht wurden. Die Verfasserin unterzog sich darüber hinaus der Mühe, mit einzelnen Autorinnen und Autoren auf dem Korrespondenzweg in Verbindung zu treten bzw. durch Interviews ergänzendes Material zu beschaffen. Bei der Würdigung dieser mühevollen Quellenarbeit ist besonders zu berücksichtigen, daß die Verfasserin selbst nicht Deutsch als Muttersprache hat. Trotzdem ist es ihr gelungen, sehr aufschlußreiche neue Texte zu erstellen bzw. bereits vorhandene mit viel Einfühlungsvermögen zu interpretieren. Die Arbeit zeigt überzeugend, welche Möglichkeiten die Zeugnisse populärer Autobiographik für eine neue Sozialgeschichte eröffnen.

Nationale Projektbeteiligte
  • Maria Papathanassiou, assoziierte:r Forschungspartner:in

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