Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Abstract
Der Sammelband "Österreichisches Italien - italienisches Österreich. Interkulturelle Gemeinsamkeiten und nationale
Differenzen vorn 18. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkrieges" umfaßt Beiträge von 38 Autorinnen und
Autoren, vorwiegend aus den Disziplinen der Geschichtswissenschaft, der Romanistik und Germanistik, der Musik-
und Theatergeschichte, der Psychologie und der Rechtswissenschaft. Im Sinne des bilateralen wissenschaftlichen
Austausches sind Forscher aus Italien wie aus Österreich gleichermaßen vertreten. Der Band legt den zeitlichen
Schwerpunkt auf die neuere und neueste Zeit, vom 18. bis ins 20. Jahrhundert, die zugleich eine besonders
konfliktgeladene Epoche in den Beziehungen zwischen Österreich und Italien war. Es stehen aber die
interkulturellen Gemeinsamkeiten nicht minder als die nationalen Differenzen im Mittelpunkt des Interesses.
Der Band beschäftigt sich mit Fremd- und Selbstbildern, mit der historischen Wahrnehmung des Eigenen und
jeweils "Anderen" in einer (trotz Differenzen) vielfach gemeinsamen Geschichte. Das sind im besonderen die
Bereiche Herrschaft und Verwaltung, Eliten und Karrieren, Recht und Wirtschaft, nicht zuletzt die vielfältigen
Wechselbeziehungen in Kunst und Kultur, sowie Flucht und Vertreibung im Ersten Weltkrieg. 1971 und 1972 hatte
auf Tagungen in Innsbruck und Venedig ein erster größerer Austausch von Wissenschaftlern zum Thema
stattgefunden. Seither sind regelmäßige Initiativen, auch aufgrund einer mangelnden gemeinsamen
Forschungsstrategie, etwas zurückgetreten. Der Band faßt die bedeutendsten gegenwärtigen Forschungen und
Projekte zu einer gemeinsamen österreichisch-italienischen Geschichte zusammen. Er will zu einer weiteren
Intensivierung der Zusammenarbeit und historischen Bewußtseinsbildung zwischen Italien und Österreich
beitragen.