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Das Kuratieren des Urbanen

Curating the Urban

Christian Teckert Keindlsdorfer (ORCID: 0000-0002-8693-0254)
  • Grant-DOI 10.55776/AR405
  • Förderprogramm Entwicklung und Erschließung der Künste
  • Status beendet
  • Projektbeginn 15.07.2017
  • Projektende 14.01.2020
  • Bewilligungssumme 346.832 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (25%); Kunstwissenschaften (75%)

Keywords

    Urban Curating, Spatializing Knowledge, Exhibiting As Research, Social Production Of Space, City As Collection

Abstract Endbericht

Mit diesem Projekt sollen neue Formen des kuratorischen und künstlerischen Handelns durch Verräumlichung urbaner Phänomene angewandt werden. Mit der damit einhergehenden Form des urbanen Kuratierens werden auch neue Formate urbaner Wissensproduktion im Spannungsfeld zwischen künstlerisch-wissenschaftlichen Versuchsanordnungen sowie öffentlichen Diskursen entwickelt. Dazu werden drei miteinander verzahnte urbane Phänomene untersucht, die als Fallstudien in Wien, Tokio und Vancouver mit ForschungspartnerInnen analysiert werden: Dividual Spaces / Dividual Subjects, Migration of Forms / Forms of Migration, Economy of Architecture / Architecture of Economy. Jedes dieser Phänomene beinhaltet das Potential, das Verhältnis zwischen Stadt und der Produktion des sozialen Raums als Dimension des kognitiven Kapitalismus zu verräumlichen. Künstlerische und urbanistische Strategien werden dabei zu einer Methode des urbanen Kuratierens zusammengeführt. Dafür wird ein Raum in Wien ESPACE als Bühne eines laborartigen Urbanismus etabliert, in dem drei aufeinander folgende Verräumlichungen (Ausstellungen) einen aufbauenden, verketteten Forschungs-Diskurs ins Räumliche übersetzen. Die Besonderheit der Strategie liegt darin, dass die Abfolge der Verräumlichungen auf einem kumulativen Prinzip basieren wird, in dem wie auch de-facto im Städtischen AkteurInnen und Argumente, Handlungen und Interventionen aufeinander folgen und auf situative Kontexte reagieren. Mit dieser kuratorischen Methode ist eine partizipatorische Form der Wissensproduktion angelegt, die auf einem Hintereinander von verräumlichten Argumenten von 1. dem Forschungsteam, 2. AkteurInnen aus den Feldern Urbanismus, Kunst, Architektur, sowie 3. auf punktuellen Interventionen von AkteurInnen aus heterogenen Wissensbereichen aufbaut. Dieses Format der Ausstellung als zeitgenössische Figur des Forschens, als künstlerisch-wissenschaftliche Methode und Praxis eines zeitgemäßen Urbanismus neu zu formulieren, ist unser Anspruch. Das Projekt möchte mit der Entwicklung einer transdisziplinären Form des urbanen Kuratierens einen Beitrag leisten, um mit Methoden der Verräumlichung zu einer künftigen sozialen Ästhetik des urbanen Denkens und Handelns zu gelangen.

Im PEEK-Projekt "Curating the Urban. Exhibiting and Spatializing the Urban Condition in Times of Cognitive Capitalism" haben wir versucht, einen laborartigen Projektraum einzurichten, um eine öffentliche Debatte und Wissensproduktion über städtebauliche Themen zu generieren. Ein temporärer Projektraum in Wien - halfway - wurde als Bühne für ein städtisches Labor eingerichtet, in dem drei aufeinanderfolgende "Verräumlichungen" eine forschungsbasierte Debatte in eine räumliche Dimension übersetzten. Die Verräumlichungen erfolgten in Form von öffentlichen Ausstellungen, in denen Akteure und Argumente, Aktionen und Interventionen aufeinander folgten und auf situative Kontexte reagierten. Wir haben an drei Kapiteln gearbeitet, die miteinander verbundene städtische Phänomene repräsentieren, die in Fallstudien in Wien, Tokio und Vancouver zusammen mit lokalen Forschungspartnern analysiert wurden: Spaces of Dividuality / Dividuality of Subjects, Migration of Forms / Forms of Migration, Economy of Architecture / Architecture of Economy. Das Projekt hat deutlich die Notwendigkeit gezeigt, eine laborähnliche, aber offen zugängliche Plattform anzubieten, um Strategien und Methoden von Akteuren zu verknüpfen, die über die Grenzen der Disziplinen rund um den Urbanismus hinweg arbeiten. Kunstbasierte Forschung ermöglichte es uns, nicht nur neue Produktions- und Diskussionsweisen zu entwickeln, sondern auch neue Präsentations- und Darstellungsweisen zu testen. Ein wesentlicher Aspekt dabei war der duale Ansatz, in einem Projektraum zu arbeiten, der als öffentlich zugängliches Labor konzipiert wurde und in dem fortlaufende Verräumlichungen und Displays zu den Forschungsthemen produziert wurden sowie gleichzeitig einen parallelen Raum und ein Archiv mit der Webseite des Projekts aufzubauen. (www.halfway.at). Wir konnten mit dem Projekt zeigen, wie eine zukunftsorientierte Form des städtischen Diskurses, der Debatte und der Partizipation aussehen könnte. Das Projekt war erfolgreich darin, eine hybride Öffentlichkeit über mehrere Disziplinen hinweg zu erreichen, die alle durch ein kritisches Interesse an Stadtentwicklungen und den Politiken zeitgenössischer räumlicher Innovationen verbunden sind. Die Methode der Verräumlichung erwies sich als äußerst produktiv, da sie komplexe städtische Problematiken in räumliche Anordnungen und Darstellungen übersetzen konnte. Das Ziel, 1: 1-Modelle urbaner Themen als Walkthrough-Situationen zu produzieren war gleichzeitig eine Art der künstlerischen Produktion (Installationen), eine kuratorische Strategie (Anzeigen und Arrangieren) und eine Form der Wissensproduktion (Diskurs, Gespräche, Screenings). Die Öffentlichkeit, die sich in halfway versammelte, war sehr vielfältig und die Webseite (und auch unsere Newsletter) boten uns eine weitere Ebene der Öffentlichkeitsarbeit. Wir betrachten unsere öffentliche Zugänglichkeit als einen wichtigen Faktor, um kunstbasierte Forschungspraktiken im breiteren Kontext von Urbanismus und Architektur sichtbarer zu machen.

Forschungsstätte(n)
  • Akademie der bildenden Künste Wien - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Julian Worrall, University of Adelaide - Australien
  • Jorge Almazán, Keio University - Japan
  • Helmut Weber, Simon Fraser University - Kanada
  • Jeff Derksen, Simon Fraser University - Kanada
  • Sabine Bitter, Simon Fraser University - Kanada

Research Output

  • 1 Publikationen
  • 13 Künstlerischer Output
  • 5 Disseminationen
  • 2 Wissenschaftliche Auszeichnungen
Publikationen
  • 2019
    Titel "halfway. On Spatializing Urban Conditions"
    Typ Other
    Autor Lackner L
    Seiten 1-96
Künstlerischer Output
  • 2019 Link
    Titel Spatialization 1. Dividuality of Spaces / Spaces of Dividualities
    Typ Artistic/Creative Exhibition
    Link Link
  • 2019 Link
    Titel Photographic Archive Essay
    Typ Image
    Link Link
  • 2019 Link
    Titel Hide and Seek
    Typ Artwork
    Link Link
  • 2019 Link
    Titel Total Living Industry II
    Typ Film/Video/Animation
    Link Link
  • 2019
    Titel Traveller's Tree
    Typ Artwork
  • 2019 Link
    Titel AirSpace
    Typ Artwork
    Link Link
  • 2019 Link
    Titel User Environments in the Interface City
    Typ Artwork
    Link Link
  • 2019 Link
    Titel We Hope This Does Not Make Us Sad
    Typ Artistic/Creative Exhibition
    Link Link
  • 2019 Link
    Titel You can belong anywhere
    Typ Artwork
    Link Link
  • 2018 Link
    Titel Questions & Answers
    Typ Artefact (including digital)
    Link Link
  • 2018
    Titel Manga Kissa Derivative
    Typ Artwork
  • 2018
    Titel Spacee Derivative
    Typ Artwork
  • 2018 Link
    Titel Spatial Table (Serial Project 1,2,3,4)
    Typ Artwork
    Link Link
Disseminationen
  • 2019
    Titel Presentation, guided tour for students from abk - Stuttgart at halfway Vienna
    Typ A talk or presentation
  • 2019 Link
    Titel Presentation with students from TU Vienna at halfway Vienna
    Typ A talk or presentation
    Link Link
  • 2020
    Titel Presentation at the Institute for Art and Architecture, Academy of Fine Arts Vienna
    Typ A talk or presentation
  • 2019 Link
    Titel Micro-conference Architectures for the Quantified Self at halfway, Vienna
    Typ A formal working group, expert panel or dialogue
    Link Link
  • 2018 Link
    Titel Regular newsletter informing about our events and activities
    Typ A magazine, newsletter or online publication
    Link Link
Wissenschaftliche Auszeichnungen
  • 2019
    Titel "DIVIDUAL SPACES FOR DIVIDUAL SUBJECTS? The City in Times of its Algorithmic Predictability", keynote lecture at the conference "Urban Transformation through Art and Culture", at the Muthesius Kunsthochschule, Kiel, Germany
    Typ Personally asked as a key note speaker to a conference
    Bekanntheitsgrad Continental/International
  • 2018
    Titel "Dividual Space - Dividual Subjectivity." Lecture as part of "Performing Architecture," a contribution to the panel "Displaying Cinematography: (Un-)Building Walls, Designing Architecture" S.A.L.E. Docks, Venice, Italy
    Typ Personally asked as a key note speaker to a conference
    Bekanntheitsgrad Continental/International

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