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Die Kunst des Magnetismus

The Art of Magnetism

Sofia Kantorovich (ORCID: 0000-0001-5700-7009)
  • Grant-DOI 10.55776/WKP64
  • Förderprogramm Wissenschaftskommunikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.02.2016
  • Projektende 31.01.2017
  • Bewilligungssumme 47.922 €

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Sozialwissenschaften (5%); Kunstwissenschaften (5%); Physik, Astronomie (90%)

Keywords

    Magnetic Fluid, Dipolar Soft Matter, Science Through Art, Magnetism, accessibility, Interactivity

Abstract Endbericht

Die große Dynamik der Forschungslandschaft und hohe Mobilität der ForscherInnen ist ein wesentlicher Bestandteil der wissenschaftlichen Kultur. Für ein fachfremdes Publikum ist es jedoch nicht immer leicht, die Entstehung neuer Forschungszweige wahrzunehmen und die Erkenntnisse lokaler Forschungsprojekte zu verfolgen. Der START-Preis Bridging Scales in Dipolar Soft Matter des FWF hat es Dr. Sofia Kantorovich ermöglicht, eine neue Forschungsgruppe an der Fakultät für Physik der Universität Wien zu etablieren. Die Initiative Die Kunst des Magnetismus will die hochaktuellen Forschungsarbeiten der Kantorovich-Gruppe zur dipolaren weichen Materie einem breiteren Publikum aus einer innovativen Perspektive erschließen und auf den Forschungsschwerpunkt der neu in Wien gegründeten Gruppe aufmerksam macht. Das Projekt Die Kunst des Magnetismus wird an die kulturelle Tradition der Stadt Wien anknüpfen und wählt bewusst einen künstlerischen Zugang, um die wissenschaftlichen Ergebnisse der jungen Forschungsgruppe einem möglichst breiten Publikum zu eröffnen. Kreative Aktivitäten unter wissenschaftlicher und künstlerischer Begleitung werden einen frischen Blick auf einen Forschungszweig schaffen, dem die allgemeine Öffentlichkeit aufgrund der stark rechnergestützten Methodik meist mit einer gewissen Scheu begegnet. Die Kunst des Magnetismus wird zusammen mit Repräsentanten aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen zielgruppengerecht entwickelt und während der Projektlaufzeit adaptiert werden. Eine interaktive Ausstellung und ein Rahmenprogramm, in dem ein persönlicher Kontakt zu WissenschafterInnen und KünstlerInnen ermöglicht wird, sowie eine projektspezifische Webseite werden Kunst als Kommunikationsmedium einsetzen und eine Umgebung schaffen, in der die BesucherInnen der Ausstellung selbst künstlerisch aktiv werden. Dabei werden die Exponate und Vermittlungsaktivitäten an die physikalischen Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten der Forschung mit dipolare weicher Materie anknüpfen. In vorbereitenden Workshops werden die Antragstellerin und Mitglieder ihrer Forschungsgruppe gemeinsam mit KünstlerInnen und diversen VertreterInnen aus der allgemeinen Öffentlichkeit Exponate und Aktivitäten des Rahmenprogramms wie Malen mit Magneten, Skulptur mit magnetischen Kugellagern und Zeichnen mit Ferrofluiden entwickeln. Die ProjektteilnehmerInnen werden durch die wissenschaftliche Expertise der Antragstellerin und die künstlerischen Fachkenntnisse der Mitantragstellerin, Michaela McCaffrey, auf kohärente und innovative Art an wegbereitende wissenschaftliche Forschung herangeführt werden.

Das Projekt Die Kunst des Magnetismus (engl.Abk.: AoM) hatte es zum Ziel, die aufregende, top-aktuelle Forschung auf dem Gebiet der dipolaren Weichen Materie, wie sie im FWF-START Projekt Bridging Scales in Dipolar Soft Matter ausgeführt wird, einer breiteren Öffentlichkeit gegenüber, bekannt zu machen. Die Kunst des Magnetismus nutzte den Vorteil der reichen kulturellen und künstlerische Traditionen in Wien um anhand von Workshops, Ausstellungen und öffentlichen Vorträgen, einen Zugang zur Forschung in Zusammenarbeit mit KünstlerInnen zu kreieren. Die organisierten Veranstaltungen können in drei Gruppen unterteilt werden: öffentliche Vorträge/ Workshops für Kinder und Jugendliche / Ausstellungen und Bildungsveranstaltungen für Erwachsene. Die erste Gruppe von Veranstaltungen war organisiert um bei Kindern unterschiedlichen Alters, Geschlechts, sowie nationalen und sozialen Hintergrunds, Neugier bezüglich magnetische Materialien und diesbezügliche wissenschaftliche Ansätze zu wecken.Um die Veranstaltungen zu diesem Zweck mit aussagekräftigen Bildern zu gestalten, half uns die Kollaboration mit der Kunst. Neben der Anwesenheit der KünstlerInnen naturgemäß keine Spezialisten in Computergestützte Physik die einen Dialog zwischen den SchülerInnen und WissenschaftlerInnen ermöglichte, ermöglichte ihre Beteiligung an verschiedenen Ausstellungen dem Projekt unterschiedliche Ebenen von Sichtbarkeit. Mit ihrer Hilfe wurden Ferrofluid-Proben in interaktive Kunstwerke verwandelt, damit die Besucher über weiche magnetische Materie durch einfache Berührung lernen konnten. Somit konnte die wissenschaftliche Forschung einen entscheidenden Schritt Richtung Verständnis für ihre bedeutende Rolle in der modernen Gesellschaft, sowie Akzeptanz bei Menschen mit nicht-wissenschaftlichen Hintergrund hervorrufen. Darüber hinaus war es uns ein Anliegen zu zeigen, dass Wissenschaft kosmopolitisch und geschlechtsneutral agiert, da unsere Gruppe sehr international aufgestellt ist und viele weibliche Wissenschafterinnen und deren Kinder umfasst. Die dritte Gruppe an Veranstaltungen hatte den Schwerpunkt auf Computergestützte Physik und die Vermittlung der Bedeutung der Forschung an weicher Materie für das alltägliche Leben, sowie deren Anwendung in der Medizin, der Pharmakologie und der Nahrungsproduktion hervorgestrichen. Auch dafür diente die Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen zur Verstärkung der Kommunikation.Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen waren FIT Frauen in die Technik, am 30.01.2017 (Schülerinnen ab 15 Jahre); UniClub plus Workshop am 16.12.2016 (Junge Geflüchtete 12-19 J.); Öffentlicher Vortrag am Schopenhauer Realgymnasium im 18. Bezirk am 28.11.2016 (SchülerInnen mit durchschnittlich 16 J.). Die Ausstellungen waren beim International Science Centre und Science Museum Day (ISCSMD) am 10.11.2016 im NHM und bei der Ecsite Konferenz der Nocturne im Joanneum Quartier im Naturhistorischen Museum Graz am 10.06.2016. Schließlich war die dritte Event-Gruppe vertreten bei Science4People / Monk in Rom am 04.09.2016 und dem Vortrag am 24.02.2017 bei der Plus Lucis Fortbildungswoche 2017 | Exkursion für Physik- und ChemielehrerInnen.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

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