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Diversitätsberichterstattung im Ländervergleich

Comparing diversity reporting across countries

Bernadette Hofer-Bonfim (ORCID: 0009-0002-2737-6473)
  • Grant-DOI 10.55776/PUB1246
  • Bewilligungs­summe Buchpublikationen
  • Status laufend
  • Projekt­beginn 02.02.2026
  • Projektende 01.02.2029
  • Bewilligungs­summe 6.746 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Medien- und Kommunikationswissenschaften (60%); Soziologie (20%); Sprach- und Literaturwissenschaften (20%)

Keywords

  • Diversity reporting,
  • CSR Communication,
  • Sustainability Communication,
  • Cross-linguistic corpus-assisted di
Abstract

Diese Studie zeigt, wie Banken in verschiedenen Ländern und Sprachen über Diversität, Gleichstellung & Inklusion kommunizieren. Analysiert wurden in einer Longitudinalstudie Unternehmensberichte zu Nachhaltigkeit von Banken aus Brasilien, Italien und den USA sowie Einschätzungen aus Interviews mit Expert:innen. Ziel war es, zu verstehen, wie Diversitätsberichterstattungen in Bild und Text gestaltet werden und ob Unternehmen weltweit in unterschiedlichen Sprachen ähnlich kommunizieren oder ihre Aussagen an lokale gesellschaftliche Bedingungen anpassen. Die Ergebnisse zeigen, dass Berichte häufig als strategisches Instrument genutzt werden, um Erwartungen von Investor:innen und Bewertungsstellen zu erfüllen. Dadurch entsteht eine ähnliche, weltweit verbreitete Art zu kommunizieren lokale Besonderheiten und unterschiedliche gesellschaftliche Realitäten werden dabei oft weniger sichtbar. Trotz dieser globalen Angleichung wurden auch einige Unterschiede deutlich: Bestimmte Diversitätsmerkmale werden je nach Kontext unterschiedlich stark hervorgehoben. Im Ländervergleich Brasilien, Italien, USA dieser Fallstudie sind dies insbesondere Aussagen zu ethnischer Herkunft, Alter und Behinderung. Diese Unterschiede in der Berichterstattung lassen sich mit historischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in Verbindung bringen. Die Studie macht deutlich, dass die Art und Weise, wie über Diversität, Gleichstellung und Inklusion berichtet wird, auch Auskunft darüber gibt, welche diesbezüglichen Aspekte innerhalb von Organisationen Priorität erhalten. Wenn die Berichterstattung vor allem auf formale (globale) Anforderungen ausgerichtet ist, besteht die Gefahr, dass wichtige Perspektiven oder strukturelle Ungleichheiten, die für einen gewissen Kontext typisch sind, nicht ausreichend berücksichtigt werden. Die Ergebnisse geben Hinweise darauf, wie Organisationen, Regulierungsstellen und weitere Akteur:innen Berichterstattungen über Diversität, Gleichstellung und Inklusion so gestalten können, dass sie nicht nur informieren, sondern auch zu faireren und inklusiveren Arbeitsumgebungen beitragen. Berichterstattung kann damit mehr sein als eine formale Pflicht nämlich eine Chance für verantwortungsvolles Handeln. Darüber hinaus schlägt die Autorin der Studie einen Forschungsansatz vor, der mehrere Sprachen und Länderkontexte gezielt einbezieht und dabei sensibel mit Sprache umgeht. Damit bereichert die Studie die Forschung in der Wirtschaftskommunikation bzw. im vielfältigen Feld der Diversitätsforschung um einen Ansatz, der selbst versucht inklusiv zu sein und der Diversität im Forschungsfeld gerecht zu werden.

Forschungsstätte(n)
  • Wirtschaftsuniversität Wien - 100%

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