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Der Felsentempel von Masrur

The rock-cut Temple of Masrur

Gerald Kozicz (ORCID: 0000-0003-1107-8615)
  • Grant-DOI 10.55776/PAT2419525
  • Bewilligungs­summe Einzelprojekte
  • Status laufend
  • Projekt­beginn 01.04.2026
  • Projektende 31.07.2029
  • Bewilligungs­summe 648.371 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Bauwesen (30%); Informatik (30%); Kunstwissenschaften (20%); Philosophie, Ethik, Religion (20%)

Keywords

  • Hinduism,
  • Masrur,
  • Indian temple architecture,
  • Heritage Building Information Modeling,
  • Buddhist architecture,
  • 3D-modeling
Abstract

Der monolithische Shiva Tempel von Masrur im heutigen Kangra, Himachal Pradesh, markiert einen Höhepunkt in der Geschichte der nordindischen Sakralarchitektur. Er blieb unvollendet und Teile wurden beim Kangra Beben 1905 schwer beschädigt. Trotzdem bietet der Tempel mit acht verschiedenen Türmen, zehn intakten Türrahmen und etwa einem Dutzend von in Nischen platzierten Gottheiten den größten architektonischen und ikongraphischen Datensatz der Region. Michael Meister datiert den Tempel ins achte Jahrhundert und schreibt ihn den Pratihara Herrschern von Kanauj zu. Er rekonstruiert den Tempel als kreuzförmige Anlage und sieht als Vorlage den Kailash Typus, die höchste Stufe in der Tempelarchitektur nach dem Vishnudharmottarapurana (ca. 6. Jh.): ein Sanktum mit vier axialen Vorräumen und Shikara Türmen. Meisters Arbeit basiert allerdings auf einem mehr als 100 Jahre alten Plan. Das Monument wurde seitdem nicht mehr vermessen. Am Beginn des Projekts steht daher die Baudokumentation und die Erstellung eines vollständigen Bild- und Plandatensatzes, darunter hochaufgelöste Fotos und Skizzen. Der Fokus liegt auf den Ansichten, vor allem der Struktur und den Ornamentmustern der Türen sowie den detailreichen Portalen. Die Daten werden unter Verwendung von Structure-from-Motion Technologie zur Erstellung von Plänen und 3D-Modellen verwendet, sowohl durch digitale Scans wie auch analog. Diese werden dann für eine Reihe von weiteren Nutzungen aufbereitet - etwa Augmented, Virtual oder Mixed Reality. In der Studie erfasst werden alle materiellen Aspekte wie Proportionen, Dimensionen und Struktur, aber auch Ikonographie und Stil. Ziel ist die vollständige Rekonstruktion der DNA des Tempels. Das bedeutet eine Darstellung vom großmaßstäblichen Masterplan bis hin zu den einzelnen Feldern der Türrahmen. Ebenso werden alle Skulpturen digitalisiert. In der zweiten Phase folgt die Vergleichsstudie mit zeitgleichen Tempeln in den nördlich gelegenen Vorgebirgen des Himalayas, zum Beispiel dem Basheshara Mahadeva Nagara Temple bei Bajaura in Kulu und dem eingestürzten Nagara Temple von Swai in Chamba. Masrur wird als Schlüsselmonument angesehen, eine Ressource für Informationen zur Architektur aber auch zur Handwerkstraditionen. Masrur war das Zentrum, von dem aus Handwerker und Künstler in die Region zogen um Tempel zu errichten. In entgegengesetzter Richtung werden auch einige Tempel im zentralen Bereich des Pratihara Reichs dokumentiert und digitalisiert. Ziel ist dabei die Rekonstruktion des Netzwerks an Handels- und Pilgerrouten, entlang derer die Verbreitung von religiösen Vorstellungen, architektonischen Modellen und auch der Handwerkskunst stattfand.

Forschungsstätte(n)
  • Technische Universität Graz - 100%

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Österreichischer Wissenschaftsfonds FWF
Georg-Coch-Platz 2
(Eingang Wiesingerstraße 4)
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office(at)fwf.ac.at
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