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Protein Kinase C Epsilon-induziertes Phosphoproteom

Protein kinase C epsilon-induced phosphoproteome

Peter Gruber (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P25491
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.04.2013
  • Projektende 30.09.2016
  • Bewilligungssumme 267.178 €

Wissenschaftsdisziplinen

Biologie (70%); Physik, Astronomie (30%)

Keywords

    Protein kinase C epsilon, Nerve growth factor, Quantitative phosphoproteomics, PKC epsilon inhibitor, PC-12, Mass spectrometry

Abstract

Protein Kinase C (PKC) ist eine Phospholipid-abhängige Serin/Threonin Kinase Familie, welche sich aus mindestens zehn eng verwandten Isoenzymen zusammensetzt. Die unterschiedlichen PKC Isoenzyme spielen eine tragende Rolle in vielen Kaskaden der Signalweiterleitung. Die exakte Rolle der einzelnen Isoenzyme, sowie deren Zielproteine in bestimmten Signalwegen, sind bislang nicht bekannt. Die Erkenntnis über Substratspezifität und Funktion verschiedener Isoenzyme hat deshalb einen sehr hohen Stellenwert. PKC epsilon (PKCeps) ist in vielen Geweben und Zelltypen im menschlichen Körper exprimiert und scheint eine essentielle Rolle in der Funktion des Nerven-, Immun- und Herz-Kreislaufsystems zu spielen. Die höchste Expression von PKCeps wurde im Gehirn nachgewiesen. Publikationen deuten auf ein gehäuftes Vorkommen von PKCeps im Wachstumskegel von aussprossenden Neuriten in differenzierenden neuronalen Zellen hin, um einerseits Einfluss auf die Signalweiterleitung des Nervenwachstumsfaktors (NGF) und der Transmitterfreisetzung zu nehmen und andererseits den Zelltod und das Überleben von Zellen zu steuern. Auf Grund der Tatsache, dass nur sehr wenige Substrate von PKC mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit identifiziert werden konnten, repräsentiert die Identifizierung von PKC Zielproteinen in Signalkaskaden den nächsten wichtigen Schritt in diesem Forschungsgebiet. In PC12 Phäochromozytom-Zellen, einem weit verbreiteten Modellsystem für neuronale Forschung, konnte PKCeps als wichtiger Faktor im NGF-induzierten Differenzierungsprozess, hin zu einem neuronalen Phänotyp, identifiziert werden. In diesem Forschungsprojekt wird vorgeschlagen quantitative Phosphoproteomics-Untersuchungen mit differenzierenden PC12 Zellen durchzuführen, um neuartige, physiologisch relevante Substrate von PKCeps zu finden und diese Interaktion biochemisch und molekularbiologisch zu verifizieren. Es wird vorgeschlagen (1) proliferierende PC12 Kontrollzellen mit (2) NGF-induzierten Zellen, (3) NGF induzierten Zellen, welche mit dem PKCeps inhibitorischen Peptid EAVSLKPT behandelt wurden und (4) ZFN-generierte (Zink finger nuclease), NGF-induzierte, PKCeps knock-out Zellen, in multiplex Ansätzen quantitativ auf Phosphorylierungen zu vergleichen. Optional werden Zellen mit dem niedermolekularen, PKCeps spezifischen Inhibitor PKCe141 behandelt, welcher im Labor des Antragstellers entwickelt wurde (Patent in Bearbeitung). Für die Realisierung des Projekts werden hochmoderne Methoden der quantitativen Phosphoproteomanalyse verwendet, um den ersten hochauflösenden Schnappschuss von PKCeps Phosphorylierungsmustern zu generieren, welcher die Signalweiterleitung in beschriebenem Zellmodell, direkt nach NGF Stimulierung, offenbart. Auf Grund der Tatsache, dass PKCeps eine sehr wichtige Kinase im ZNS darstellt und ein attraktives Ziel für die Behandlung von verschiedenen Krankheiten darstellt, zum Beispiel Krebs, Entzündungserkrankungen, Sucht, Schmerz oder Angststörungen, ist die Entdeckung von zusätzlichen therapeutischen Ansatzpunkten essentiell. Durch die Identifikation von PKCeps Substraten und die Aufklärung der involvierten Signalwege könnten neue Ansätze für therapeutische Intervention geschaffen werden und die wichtige Rolle von PKCeps im Nervensystem untermauert werden.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Innsbruck - 100%

Research Output

  • 134 Zitationen
  • 5 Publikationen
Publikationen
  • 2022
    Titel New Biological Evaluation of Thienoquinolines as Disruptors of the PKCe/RACK2 Protein–Protein Interaction
    DOI 10.3103/s0027131422070082
    Typ Journal Article
    Autor Lapa G
    Journal Moscow University Chemistry Bulletin
  • 2015
    Titel Blocking Hsp70 Enhances the Efficiency of Amphotericin B Treatment against Resistant Aspergillus terreus Strains
    DOI 10.1128/aac.05164-14
    Typ Journal Article
    Autor Blatzer M
    Journal Antimicrobial Agents and Chemotherapy
    Seiten 3778-3788
    Link Publikation
  • 2019
    Titel Regional context and realization of fertility intentions: the role of the urban context
    DOI 10.1080/00343404.2019.1599843
    Typ Journal Article
    Autor Riederer B
    Journal Regional Studies
    Seiten 1669-1679
    Link Publikation
  • 2014
    Titel Thienoquinolines as Novel Disruptors of the PKCe/RACK2 Protein–Protein Interaction
    DOI 10.1021/jm401605c
    Typ Journal Article
    Autor Rechfeld F
    Journal Journal of Medicinal Chemistry
    Seiten 3235-3246
    Link Publikation
  • 2018
    Titel Investigating capillary electrophoresis-mass spectrometry for the analysis of common post-translational modifications
    DOI 10.1002/elps.201700437
    Typ Journal Article
    Autor Faserl K
    Journal ELECTROPHORESIS
    Seiten 1208-1215
    Link Publikation

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