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The Constituent Power of the World (13th - 14th century)

The Constituent Power of the World (13th - 14th century)

Gianluca Briguglia (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/M1199
  • Förderprogramm Lise Meitner
  • Status frühzeitig beendet
  • Bewilligungssumme 126.840 €

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (50%); Philosophie, Ethik, Religion (50%)

Keywords

    Middle Ages, Latin and Vernaculars, Origins of the Humanism, Political Theology, History and Political Thoughts, History of Medieval Philosophy

Abstract

Das vorliegende Projekt zielt auf eine Untersuchung der Ursprünge eines neuen Erfassens von politischem Raum und Gemeinschaft im besagten Zeitraum, verstanden als ein Herangehen, Aneignen und Errichten einer neuen öffentlichen Rede in ihren rhetorischen, philosophischen und literarischen Dimensionen. Will man der Macht des Wortes im politischen Leben gemäß unserer Arbeitshypothese nachspüren, so wird man dieses Bemühen nicht nur in verschiedenen Disziplinen (Philosophie, Theologie, Literaturwissenschaft) und neuen Textgenres (z.B. die städtisch-politische Historiographie oder Romane), sondern auch bei verschiedenen sozialen Gruppen (Kleriker, Laien) und bei den Geschlechtern erforschen müssen. Grundsätzlich gesprochen will das Projekt diesen Veränderungsprozess analysieren, und im interdisziplinären Zugang, um der Verschie-denheit von Handlungsgruppen, von Texten und politischen Kontexten gerecht zu werden. Das Projekt wird sich einer Anzahl von spezifischen Debatten und Fallstudien zuwenden, wodurch auch die gesteckten Forschungsziele und konkreten Arbeitsschritte inhaltlich wie zeitlich strukturiert werden. Wichtige Debatten in diesem Zusammenhang sind etwa: a) Die Ursprünge der menschlichen Gemeinschaft: Mythen und Funktion. b) Lust als öffentlicher Raum. c) Historiographie und Rhetorik: Ursprünge und Zukunft der Stadt. d) Philosophie, literarische Theologe und Politik. e) Die Stadt der Frauen. -- Ich möchte mit diesem Projekt zeigen, dass ein Zusammentreffen von Wissensformen und Traditionskonflikten in besagtem Zeitraum (13.-14. Jh.) zu einer Anzahl von Experimenten, Modellen und Paradigmen führte, die darauf abzielten, einen neuen politischen Raum zu begründen, der insbesondere auf dem (fach-)sprachlichen Austausch fußte. Dabei war es gerade ein solches aufhebendes Überbrücken, ein neues Umfassen, welches Konflikte hervorrief und neue Geistesordnungen erzeugte, wodurch die Moderne erst möglich gemacht wurde. Ziele: Das erstrangige Ziel des Forschungsprojektes ist es, Material zu erheben für einen neue Monographie über die Veränderungen und die Verbindungen unter theologischen, rhetorischen und philosophischen Paradigmen innerhalb des politischen Denkens, beginnend von der zweiten Hälfte des 13. bis zur ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Diese Paradigmen gruppieren sich um das Verhältnis von Wort, Gemeinschaft und konstituieren-de Macht. Um dieses Ziel zu erreichen, wird es unumgänglich sein, die Absichten und Charakteristiken verschiedener Textgruppen und Traditionen zu präzisieren. Dabei erscheint es mir inbesondere wichtig, folgende Forschungsziele zu erörtern, die in der Projektskizze in detaillierter Weise ausgeführt sind: a) Das "kausative" Wort in der politischen Theologie b) Wort und Sprache als Grundlage menschlicher Gemeinschaft c) "zertifizierendes" Wort - die Kultur der Notare d) der Dichter als Theologe e) Latein und Volkssprachen

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

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