RECON - Naturverbundenheit für Transformation und Biodiversität
RECON - Nature Reconnection for Transformation and Biodiversity
EP: Biodiversa+
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Naturwissenschaften (20%); Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (60%); Soziologie (20%)
Keywords
- Nature Exposure,
- Nature Connectedness,
- Transformative Change,
- Outdoor Recreation,
- Participatory Planning,
- Change Design
Zeit in der Natur zu verbringen und sich mit ihr verbunden zu fühlen, gewinnt zunehmend an Bedeutung für den Schutz der biologischen Vielfalt und den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft. Dieses Projekt knüpft an globale Bemühungen an, den Verlust der Biodiversität zu stoppen, indem es untersucht, wie Naturerfahrungen und die emotionalen Beziehungen, die Menschen zur Natur aufbauen echte Veränderungen im Umgang der Gesellschaft mit der Umwelt anstoßen können. Im Rahmen einer neuen Initiative namens Societal Transformation Laboratory for Nature Reconnection Advocacy arbeitet das Projekt in drei mitteleuropäischen Regionen: Wien, Stuttgart und Warschau. Diese Metropolregionen bieten ideale Voraussetzungen, um zu erforschen, wie Städte und ihre umliegenden Landschaften sowohl Menschen als auch der Natur besser dienen können. Ziel ist es, praxisnahe Strategien zu entwickeln, die Gemeinschaften dabei unterstützen, sich wieder stärker mit der Natur zu verbinden und Landschaften biodiversitätsfördernd zu gestalten. Das Projekt konzentriert sich auf drei zentrale Aufgaben: Zu verstehen, wie Menschen in Städten mit der Natur interagieren und warum diese Beziehungen wichtig sind. Innovative Methoden und Strukturen zu entwickeln, die Naturerfahrungen erleichtern und eine tiefere Verbindung zwischen Mensch und Natur ermöglichen. Diese Ansätze in realen Kontexten zu testen, um herauszufinden, was funktioniert und wie erfolgreiche Maßnahmen ausgeweitet werden können. Dazu nutzt das Forschungsteam eine Kombination verschiedener Methoden. Dazu gehören Befragungen, innovative Geoinformationsmethoden, die Kartierung der Nutzung und Wertschätzung von Grünräumen, Interviews, Beobachtungen sowie kreative Ansätze, die erfassen, wie Menschen Natur mit allen Sinnen erleben. Lokale Bevölkerung, politische Entscheidungsträger:innen, Planer:innen und weitere relevante Akteur:innen werden aktiv eingebunden, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse auch praktisch anwendbar sind. Ein internationales und interdisziplinäres Team mit Fachwissen aus Stadt- und Landschaftsplanung, Umweltmanagement, Sozialwissenschaften und Nachhaltigkeitsforschung leitet das Projekt. Durch die enge Zusammenarbeit mit Gemeinschaften und Entscheidungsträger:innen sowie durch Citizen-Science-Aktivitäten soll das Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse gestärkt und fundierte Entscheidungen unterstützt werden. Letztlich versteht das Projekt Natur nicht nur als etwas, das geschützt werden muss, sondern als aktive Partnerin beim Aufbau gesünderer Städte, stärkerer Gemeinschaften und einer Zukunft, in der sowohl Menschen als auch die biologische Vielfalt gedeihen können.
- Universität Graz - 43%
- Universität für Bodenkultur Wien - 57%
- Ilona Magdalena Otto, Universität Graz , assoziierte:r Forschungspartner:in