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Perioperative zerebrale Ischämieschäden bei PFO-Patienten

Perioperative cerebral ischemic injury in PFO patients

Lore Schrutka (ORCID: 0000-0002-2731-2667)
  • Grant-DOI 10.55776/J4781
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status beendet
  • Projektbeginn 02.10.2023
  • Projektende 01.10.2024
  • Bewilligungssumme 48.100 €

Wissenschaftsdisziplinen

Klinische Medizin (60%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (40%)

Keywords

    Persistent Foramen Ovale, Stroke, Translational Science, Metabolomics, Proteomics, Perioperative Risk

Abstract Endbericht

Ein Schlaganfall ist eine der häufigsten und gefürchtetsten Komplikationen bei Patient:innen, die sich einer Operation unterziehen. Das Vorhandensein einer natürlichen Verbindung zwischen dem rechten und linken Herzen auf Vorhofebene, auch persistierendes Foramen ovale (PFO) genannt, wie es bei etwa 25 % der Bevölkerung der Fall ist, ist ein potenzieller Risikofaktor für Schlaganfälle. Ziel dieser Studie ist es daher, die Häufigkeit von Schlaganfällen, die während operativer Eingriffe auftreten, bei Patient:innen mit einem vorhandenen PFO zu untersuchen. Zu diesem Zweck werden 408 Patient:innen mit geplanter Operation in die Studie aufgenommen. Die Patient:innen werden vor dem chirurgischen Eingriff auf das Vorhandensein eines PFOs untersucht. Nach der Operation werden die Patient:innen zwischen dem 2. und 7. postoperativen Tag einer Magnetresonanztomographie des Gehirns unterzogen. Eine Nachuntersuchung zur Feststellung etwaiger neurologischer Zwischenfälle wird nach 30 Tagen und einem Jahr durchgeführt. Darüber hinaus planen wir, Faktoren zu identifizieren, die mit dem Schlaganfallrisiko im Rahmen von chirurgischen Eingriffen bei Patienten mit PFO in Verbindung stehen. Zur Verbesserung der diesbezüglichen Risikovorhersage werden grundlagenwissenschaftliche Analysen auf zellulärer Ebene durchgeführt. Ziel ist es, Schlaganfälle im Zusammenhang mit Operationen bei Hochrisikopatienten mit PFO vorherzusagen und letztlich zu verhindern. Durch diese Studie wird es möglich sein, das Schlaganfallrisiko bei Patienten mit und ohne PFO, die sich einer Operation unterziehen, genau abzuschätzen. Bei Hochrisikopatienten mit PFO könnte in Zukunft ein PFO-Verschluss durchgeführt werden, um Schlaganfälle zu verhindern, die während der Operation auftreten können.

Geschlechtsspezifische Unterschiede nach transkatheteralen Eingriffen bei Septumdefekten Jedes Jahr wird bei Tausenden von Menschen eine kleine Öffnung in der Herzwand diagnostiziert - eine Erkrankung, die als Vorhofseptumdefekt (ASD) oder offenes Foramen ovale (PFO) bezeichnet wird. Diese Herzfehler können das Risiko für Schlaganfälle und andere gesundheitliche Komplikationen erhöhen. Ein gängiger, minimalinvasiver Eingriff mit einem kleinen Implantat kann diese Öffnungen verschließen. Aber profitieren Männer und Frauen gleichermaßen von dieser Behandlung? Um dies herauszufinden, untersuchten vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderte Forscher Hunderte von Patienten in Kanada, bei denen entweder ein ASD oder ein PFO transkatheterverschlossen wurde. Die Forscher wollten herausfinden, ob das biologische Geschlecht die Genesung beeinflusst und ob sich die Langzeitergebnisse zwischen Männern und Frauen unterscheiden. Die erste Studie analysierte 853 Erwachsene, bei denen ein ASD verschlossen wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen und Männer vor dem Eingriff zwar unterschiedliche Gesundheitsprofile aufwiesen - Frauen berichteten häufiger über Symptome wie Atemnot oder Herzklopfen, während Männer häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck hatten -, aber beide Gruppen gleichermaßen von dem Eingriff profitierten. Die Verbesserungen der Herzfunktion und das geringe Risiko von Komplikationen waren bei beiden Geschlechtern gleich. Interessanterweise wurde bei Frauen nach dem Eingriff ein etwas geringeres Risiko für die Entwicklung von Vorhofflimmern festgestellt. Die zweite Studie untersuchte 783 Patienten, die sich einem PFO-Verschluss unterzogen hatten, um wiederkehrende Schlaganfälle zu verhindern. Mit einer außergewöhnlich langen Nachbeobachtungszeit von 14 Jahren fand diese Studie keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen hinsichtlich der Schlaganfallprävention, der Überlebensraten oder der Häufigkeit neuer Herzrhythmusstörungen. Der einzige nennenswerte Unterschied bestand darin, dass Männer später häufiger einen Herzschrittmacher benötigten, was weitere Untersuchungen erforderlich macht. Warum ist das wichtig? Diese Ergebnisse sind wichtig, um sicherzustellen, dass sowohl Frauen als auch Männer die bestmögliche Versorgung erhalten. In der medizinischen Forschung, insbesondere in der Kardiologie, waren Frauen in der Vergangenheit unterrepräsentiert. Diese Studie liefert überzeugende Belege dafür, dass die derzeitigen Behandlungsmethoden für beide Geschlechter gleich wirksam sind, sodass unterschiedliche Leitlinien allein aufgrund des Geschlechts nicht erforderlich sind. Die Ergebnisse sprechen auch für einen gleichberechtigten Zugang zu diesen lebensrettenden Verfahren und unterstreichen die Bedeutung der Einbeziehung geschlechtsspezifischer Analysen in zukünftige klinische Studien. Dadurch kann die Gesundheitsversorgung für alle präziser, fairer und individueller werden.

Forschungsstätte(n)
  • University of Toronto - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Christian Hengstenberg, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in

Research Output

  • 1 Zitationen
  • 2 Publikationen
Publikationen
  • 2024
    Titel Sex-Based Differences in Long-Term Outcomes Following Transcatheter Closure of Patent Foramen Ovale for Cryptogenic Stroke
    DOI 10.1161/circinterventions.124.014467
    Typ Journal Article
    Autor Flores-Umanzor E
    Journal Circulation: Cardiovascular Interventions
  • 2025
    Titel Sex-Specific Outcomes in Patients Undergoing Transcatheter Closure of Atrial Septal Defects: Do They Benefit Equally?
    DOI 10.1002/ccd.31561
    Typ Journal Article
    Autor Schrutka L
    Journal Catheterization and Cardiovascular Interventions
    Seiten 472-480

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