Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (50%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (50%)
Keywords
Liver Fibrosis,
Hepatic Stellate Cells,
NADPH oxidase,
Renin-Angiotensin-System
Abstract
Fibrose ist charakterisiert durch die Bildung von Narbengewebe, das zu einer Umwandlung der normalen
Leberarchitektur bis hin zur Leberzirrhose mit eingeschränkter Funktion führt. Als Ursachen kommt jede Art von
chronischer Lebererkrankung in Frage. Derzeit gibt es keine Behandlungsmöglichkeit für Leberfibrose. Durch das
Verstehen der Pathophysiologie können möglicherweise therapeutische Ansätze gefunden werden. Es gibt
Hinweise, dass analog zu anderen Organen, das Renin-Angiotensin-System (RAS) an der Entstehung der
Leberfibrose beteiligt ist. Erhöhte Angiotensin (Ang) I und II Serumspiegel zeigen, dass das RAS bei Patienten mit
Fibrose systemisch aktiviert ist. In chronisch geschädigtem Lebergewebe wird das RAS auch lokal aktiviert. Leber-
Stellatezellen, die Hauptproduktionsquellen für Bindgewebe, bilden alle Bestandteile des RAS und synthetisieren
Ang II. Ang II besitzt profibrogene, entzündungsfördernde und prooxidative Eigenschaften, und Hemmung von
Ang II verhindert die Entstehung von Fibrose im Tiermodell. Aktivierung von NADPH Oxidase mediiert die
Wirkungen von Ang II, inklusive der durch Ang II veränderten Gen-Expression. Anhand von genetisch veränderten
Mäusen wird in zwei komplementären Modellen versucht, die Rolle des RAS bei Leberfibrose weiter aufzuklären.
Weiters wird der Einfluss von Ang II auf den programmierten Zelltod von Leber-Stellatezellen, ein möglicher
Schlüsselmechanismus der Fibroseregression, untersucht. Es ist bis dato unklar, ob außer Ang II auch andere
profibrogene Faktoren die NADPH Oxidase aktivieren können. Vier Schlüsselmoleküle in der Leberfibrose werden
auf diese Fähigkeit getestet: PDGF, TGF-beta1, TNF-alpha, und Leptin. Anschließend werden mittels Gen-Chip
die durch NADPH Oxidase bedingten Genexpressionsmuster untersucht.