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Elemente einer Theorie des Sozialen Raumes

Elements of Theory of Social Space

Klaus Hamberger (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/J1970
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.10.2001
  • Projektende 30.09.2002
  • Bewilligungssumme 28.887 €

Wissenschaftsdisziplinen

Philosophie, Ethik, Religion (100%)

Keywords

    EPISTOMOLOGY, CRITICAL PHILOSOPHY, SOCIAL SPACE, PHILOSOPHY OF THE SOCIAL SCIENCES, PHILOSOPHY OF SPACE

Abstract

Erwin-Schrödinger-Stipendium J 1970Elemente einer Theorie des sozialen RaumesKlaus HAMBERGER09.10.2000 Inhalt des Forschungsvorhabens ist die Erarbeitung und Verarbeitung eines genuinen Begriffs vom sozialen Raum als Anschauungsform (im Kantschen Sinne). Die Untersuchung setzt sich zum Ziel, einen unabhängigen, aber trotzdem vollwertigen (also nicht-metaphorischen) Begriff eines Raumes zu etablieren, der für das soziale Universum in gleicher Weise als Erkenntnisbedingung fungiert wie der physikalische für die Körperwelt. Dabei räumt unsere Definition des sozialen Universums dem Kommunikationsbegriff einen ähnlichen fundamentalen (und formaliter analogen) Stellenwert ein, wie er dem Bewegungsbegriff in der geometrischen Grundlegung der Physik zukommt. Ausgehend von diesem erkenntnistheoretischen Wechselverhältnis von Sprache und Gesellschaft wird der soziale Raum als äußere Form der Bedeutungen dem physikalischen Raum als äußerer Form der Erscheinungen gegenübergestellt, wobei als entscheidender Ansatzpunkt der Nachweis der formalen Äquivalenz zwischen der geometrischen Grundrelation von "Hier" und "Dort" und sozialen Grundrelation von "Ich" und "Du" dient, die somit beide als Ausprägung des Reflexionsbegriffs von "Innen" und "Außen" verstanden werden können. Vor dem Hintergrund dieser Äquivalenz wird der Versuch unternommen, die Different zwischen den konstitutiven Strukturen der beiden Raumformen durch Rekurs auf die logischen Grundlagen der jeweiligen Konstruktion herauszuarbeiten. Dieses Verfahren steht in der Kontinuität der "transzendentalen Analytik" Kants, wobei allerdings gerade die Ausrichtung der kritischen Fragestellung die einfache "Übertragung" Kautscher Resultate verbiietet, so sehr sie den begründeten Einsatz (und die entsprechende Modifikation) Kantscher Instrumente erlaubt und sogar erfordert. Nicht zuletzt um den Fehler der Analogisierung zu vermeiden, wird die erkenntnislogische Konstruktion durchgängig im Zusammenhang mit einer vergleichenden Analyse der formalen Strukturen geometrisch-physikalischer und sozialwissenschaftlicher Modelle sowie einer systematischen Auswertung der zahlreichen empirischen Studien zur geometrischen Projektion sozialer Strukturen erfolgen.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 10%
  • Tel-Aviv University - 100%

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