Gedächtnis in Epithelien: Organspezifität und Krebs
Inflammatory Memory in Epithelia: organ imprint and cancer
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (30%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (70%)
Keywords
- Inflammatory Memory,
- Epigenetics,
- Carcinoma,
- Infection,
- Epithelia,
- Organ Environment
Zellen in unserem Körper können sich an frühere Schädigungen oder Entzündungen erinnern. Dieses sogenannte Entzündungsgedächtnis wird durch epigenetische Lesezeichen auf der genetischen Information (DNA) der Zellen gespeichert und beeinflusst, wie stark der Körper später auf neue Belastungen reagiert. Besonders wichtig ist dieses Gedächtnis in Epithelzellen den Schutz- und Deckzellen, die unsere Organe und Körperoberflächen auskleiden. Chronische Entzündungen in diesen Zellen spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Krebs und sind weltweit für rund 80 Prozent aller krebsbedingten Todesfälle verantwortlich. Bekannt ist, dass unterschiedliche Organe wie Haut, Darm, Lunge oder Leber ihre Zellen jeweils anders prägen. Noch kaum verstanden ist jedoch, wie die Umgebung eines Organs beeinflusst, welches Entzündungsgedächtnis nach einer Entzündung in den Zellen zurückbleibt. Genau hier setzt das Spezialforschungsbereichs EpiFlaMe an: EpiFlaMe ist ein vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderter Forschungsverbund von sieben Wissenschafterinnen und Wissenschaftern. Ziel des Projekts ist es, das Entzündungsgedächtnis von Epithelzellen in verschiedenen Organen systematisch zu erforschen und seinen Zusammenhang mit Krebs besser zu verstehen. Mithilfe moderner molekularer Analyseverfahren, innovativer Organoid-Modelle (Mini-Organe im Labor), Untersuchungen in Modellsystemen und computergestützter Auswertungen wird erstmals eine umfassende molekulare Karte dieses Entzündungsgedächtnisses verschiedener Organe erstellt. Um dieses Ziel zu erreichen bringt EpiFlaMe Expertinnen und Experten der Universität Salzburg, der Johannes Kepler Universität Linz und der Medizinischen Universität Wien aus den Bereichen Immunologie, Mikrobiologie, Krebsforschung und computergestützter Systembiologie zusammen. Gemeinsam untersuchen sie die organspezifische Gedächtnisbildung in Epithelien systematisch und erforschen ihre Auswirkungen auf Entzündungsprozesse und die Krebsentstehung. Das langfristige Ziel des Spezialforschungsbereichs EpiFlaMe ist es, die Grundlage für neue Therapien zu schaffen, mit denen chronisch-entzündliche Erkrankungen besser behandelt und Tumorbildung gezielt und organspezifisch gehemmt werden können.
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Konsortiumsmitglied (01.03.2026 -)
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- Universität Salzburg
- Daniel Neureiter, Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH , nationale:r Kooperationspartner:in
- Elmar Aigner, Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH , nationale:r Kooperationspartner:in
- Karl Sotlar, Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH , nationale:r Kooperationspartner:in
- Klaus Emmanuel, Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH , nationale:r Kooperationspartner:in
- Lukas Weiss, Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH , nationale:r Kooperationspartner:in
- Gerda Egger, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
- Haschemi Arvand, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
- Helmut Dolznig, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
- Steffen Backert, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg - Deutschland
- Jürgen Scheller, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf - Deutschland
- Nicole Strittmatter, Technische Universität München - Deutschland
- Julio Saez-Rodriguez, University of Heidelberg NICHT VERWENDEN - Deutschland
- Dorothee Schwinge, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf - Deutschland
- Claudio Brancolini, Universita degli Studi di Udine - Italien
- Ellen Van Den Bogaard, Radboud University Nijmegen - Niederlande
- Spencer Watson, University of Lausanne - Schweiz
- Hanna Deberg, Virginia Mason Research Center - Vereinigte Arabische Emirate
- David Lara Astiaso, Arc Institute - Vereinigte Staaten von Amerika
- David Lara-Astiaso, Arc Institute - Vereinigte Staaten von Amerika
- Daniel J. Campbell, University of Washington - Vereinigte Staaten von Amerika
- Francesco Boccellato, University of Oxford - Vereinigtes Königreich