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Thelazia callipaeda und sein Drosophiliden Zwischenwirt

Thelazia callipaeda and its Drosophilid Intermediate Host

Maria Sophia Unterköfler (ORCID: 0000-0003-2947-1423)
  • Grant-DOI 10.55776/ESP4469524
  • Bewilligungs­summe ESPRIT
  • Status laufend
  • Projekt­beginn 01.01.2026
  • Projektende 31.12.2028
  • Bewilligungs­summe 360.330 €

Wissenschaftsdisziplinen

Veterinärmedizin (100%)

Keywords

  • Phortica,
  • Thelazia callipaeda,
  • Vector-Borne Pathogens,
  • Emerging Diseases,
  • Zoonosis
Abstract

Hunde in Südeuropa werden häufig vom orientalischen Augenwurm befallen. Dieser Augenwurm stammt ursprünglich aus Asien und wird durch besondere Fruchtfliegen, die Tränenflüssigkeit zu sich nehmen, übertragen. In Europa breitet er sich, begünstigt durch den Klimawandel und die Globalisierung, weiter nach Norden aus. Neben Hunden können eine Vielzahl anderer Tiere und auch Menschen betroffen sein. Mit dem vorliegenden Projekt sollen mehrere Fragen zu dem Fruchtfliegen Vektor und dessen Interaktion mit dem Augenwurm geklärt werden. Welche Fruchtfliegenarten können als Überträger fungieren? Eine Art wurde bereits als Vektor in Europa bestätigt. Bei einer nah-verwandten Art, die in Europa weit verbreitet ist, fehlen allerdings Untersuchungen. Bei einer weiteren Art konnte eine Entwicklung der Augenwurmlarven in der Fruchtfliege im Labor festgestellt werden. Allerdings ist diese Fruchtfliege nicht dafür bekannt, dass sie Tränenflüssigkeit zu sich nimmt und würde somit biologisch nicht als Vektor in Frage kommen. Es ist auch nicht bekannt, ob eine Entwicklung in fern verwandten Arten, wie etwa die allgegenwärtige Fruchtfliege Drosophila, stattfinden kann. Mittels CT (Computertomographie für sehr kleine Objekte, wie Insekten), wird außerdem die Entwicklung im Körper der Fruchtfliegen dargestellt und dreidimensional rekonstruiert. Damit soll die Frage geklärt werden, ob es zu derselben Entwicklung in biologisch geeigneten und nicht-geeigneten Fruchtfliegen Vektoren kommt. Zudem soll das Projekt klären, ob die Larven des Augenwurms erkennen, welche Nahrung die Fruchtfliege zu sich nimmt und dann nur zielgerichtet für die Infektion eines neuen Wirtes die Fruchtfliege verlässt. Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, werden die entsprechenden Fruchtfliegen im Feld gefangen und dann im Labor gezüchtet. Durch Verfüttern der Larven des Augenwurms, werden diese Fruchtfliegen infiziert. Diese Larven werden aus Augenwürmern gewonnen, die bei der routinemäßigen Behandlung von Hunden in Endemiegebieten anfallen. Das Projekt wird daher mit der Unterstützung der Forschungspartner an der Universität Bari, Italien durchgeführt.

Forschungsstätte(n)
  • Veterinärmedizinische Universität Wien - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Anja Joachim, Veterinärmedizinische Universität Wien , Mentor:in
  • Christian Schlötterer, Veterinärmedizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
  • Hans-Peter Führer, Veterinärmedizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
  • Ingrid Walter, Veterinärmedizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
  • Stephan Handschuh, Veterinärmedizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
Internationale Projektbeteiligte
  • Domenico Otranto, University of Bari - Italien
  • Marcos Antonio Bezerra-Santos, University of Bari - Italien

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