Mentale Gesundheitskompetenz PARTY
MENTAL HEALTH LITERACY PARTY
Wissenschaftsdisziplinen
Gesundheitswissenschaften (25%); Klinische Medizin (25%); Medien- und Kommunikationswissenschaften (40%); Psychologie (10%)
Keywords
- Mental health,
- Mental health literacy,
- Adolescents,
- World Cafe Focus Groups,
- Qualitative & Quantitave Approach,
- Integration into Scientific Processes
Die psychische Gesundheit von Jugendlichen ist zu einer der entscheidenden Herausforderungen unserer Zeit geworden. Da immer mehr junge Menschen soziale Medien als Informations- und Unterstützungsquelle nutzen, sind sie häufig irreführenden oder sogar schädlichen Inhalten ausgesetzt. Zuverlässige, evidenzbasierte Informationen sind dringend erforderlich aber um die Jugend von heute zu erreichen, muss die Wissenschaftskommunikation an ihre Lebensrealität, ihre Sprache und ihre digitale Welt angepasst werden. Das Projekt Mental Health Literacy PART-Y (participating youth) unter der Leitung von Dr. Konicar vom ABC BRAIN LAB beschreitet neue Wege, indem es Jugendliche von passiven Empfängern von Informationen zu aktiven Mitwirkenden an der Forschung macht. Gemeinsam mit Wissenschaftlern untersuchen die jungen Teilnehmer, wie ihre Generation psychische Gesundheit versteht und wo Wissenslücken bestehen. Dabei lernen sie, kritisch zu denken, Informationsquellen zu bewerten und Wissenschaft als einen kollaborativen und befähigenden Prozess zu erleben. Im Mittelpunkt des Projekts steht die gemeinsame Erstellung eines Fragebogens zur psychischen Gesundheitskompetenz (Mental Health Literacy, MHL), der von und für Jugendliche entwickelt wird. In interaktiven World Coffeehouse-Workshops diskutieren die Teilnehmer wichtige MHL - Themen und formulieren Fragen, die ihre Perspektiven und Lebenserfahrungen widerspiegeln. Das daraus resultierende Instrument erfasst nicht nur, was junge Menschen über psychische Gesundheit wissen, sondern auch, wie soziale Medien ihre Einstellungen, Überzeugungen und Verhaltensweisen beeinflussen. Durch die Verbreitung des Fragebogens unter Gleichaltrigen werden die Teilnehmer zu Botschaftern. Das Projekt schließt eine wichtige Lücke in der aktuellen Forschung und Praxis. Die meisten bestehenden MHL-Studien konzentrieren sich auf Erwachsene oder klinische Populationen und übersehen dabei die Perspektiven gesunder Jugendlicher und die digitalen Räume, in denen sie sich bewegen. Indem diese Initiative die Stimmen der Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt und die komplexe Rolle der sozialen Medien sowohl als Risikofaktor als auch als potenzielle Ressource einbezieht, bietet sie einen einzigartig umfassenden und zeitgemäßen Blick auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen. Über seine wissenschaftliche Innovation hinaus zeigt das Projekt, wie eine frühzeitige Einbindung in die Forschung das Vertrauen in die Wissenschaft stärken und die aktive Teilnahme an demokratischen Gesellschaften fördern kann. Es verkörpert eine neue Vision einer inklusiven, partizipativen Wissenschaft, die jungen Menschen zuhört, ihre Erkenntnisse wertschätzt und sie befähigt, die Herausforderungen der psychischen Gesundheit im digitalen Zeitalter mit Zuversicht und Neugier zu meistern.