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Das materielle Computerstrafrecht

Substantive Computer Criminal Law

Christian Bergauer (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/PUB300
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 16.000 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Rechtswissenschaften (100%)

Keywords

    Cybercrime, Data Protection Law, Substantive Criminal Law, Eg. Hacking, Phishing, Malicious Software, Denial Of Service-Attacks

Abstract

Mit Erfindung und Etablierung des PC und vor allem auch mit der Entwicklung des Internet wurde eine globale Durchdringung mit informationstechnischen Systemen initiiert, die unsere Gesellschaft in vielen Bereichen verändert hat. Durch das enorme Potenzial digitalisierter Datenverarbeitung in jeglicher Hinsichthaben in den letzten Jahrenauch die kriminellenHandlungenin informationstechnischen Systemen wie dem Internet zugenommen. Tatorte bilden hierbei nicht mehr ausschließlich physische Räume, sondern die unterschiedlichsten Bereiche des virtuellen Cyberspace. Tatmittel und Tatobjekte haben sich von körperlichen Gegenständen oder auch Menschen auf unkörperliche ubiquitäre Informationseinheiten, in Form digitaler Daten, ausgedehnt. Darüber hinaus darf nicht außer Acht gelassen werden, dass moderne informationstechnische Systeme auf einer Technologie beruhen, die sehr facettenreich und manipulationsträchtig ist und weder Länder- noch Entwicklungsgrenzen kennt. Die Informationstechnologie und ihre Einsatzmöglichkeiten im Strafrecht indizieren spezifische Problemstellungen und Herausforderungen insbesonderefürdie Rechtspolitik, die Strafrechtsdogmatik, die Ermittlungstaktik und die Computer- bzw Datenforensik. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die modernen Erscheinungsformen der Computerkriminalität technisch zu beschreiben sowie legistische Bemühungen des europäischen wie österreichischen Gesetzgebers, die bis dato entwickelten Literaturmeinungen und soweit vorhanden einschlägige Judikate aus rechtspolitischer und insbesondere dogmatischer Sicht wissenschaftlich zu analysieren. Ausgehend vonderBefassungmit denBegrifflichkeiten Computerkriminalitätbzw Computerstrafrecht und der Aufarbeitung des strafrechtlichen Datenbegriffs werden die spezifischen materiellrechtlichen Computerdelikte systematisch dargestellt und besprochen. Aufgrund der thematischen Nähe, findet auch der strafrechtliche Schutz personenbezogener Daten in dieser Arbeit Berücksichtigung. Im Zuge der Ausarbeitung werden die Anwendbarkeit und Wirksamkeit dieser Strafbestimmungen anhand moderner Phänomene der Computerkriminalität untersucht (wie etwa Denial-of-Service-Attacks, Hacktivismus, Malware, Cyber-Terrorismus, Cyber-Stalking, Cyber- Grooming, Kinderpornographie, Missbräucheim Zahlungsverkehr, Phishing, Skimming, Datenfälschungen usw). Aus diesen Betrachtungen gehen in den meisten Fällen eigene Ansätze hervor, die sich in vielen Aspekten von der herrschenden Meinung unterscheiden. Am Ende der Arbeit werden die wichtigsten Detailergebnisse zusammengefasst und darüber hinaus in fünf generellen Thesen ausformuliert.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Graz - 100%

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