Talks & Diskussionen

© FWF/Andrei Pungovschi

Freies Wissen für freie Menschen

Am Samstag den 8. September 2018 eröffneten Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundesminister Heinz Faßmann, die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und FWF-Präsident Klement Tockner das Festival.

Danach gaben sich renommierte Podiumsgäste in mehreren Diskussionsrunden das Mikrofon in die Hand: Wittgenstein-Preisträger Jan-Michael Peters lotete gemeinsam mit der Moraltheologin Sigrid Müller unter dem Titel „What is life?“ das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft am Beispiel moderner Errungenschaften der Lebenswissenshaften aus.

What is life?
(Co-hosted by Boehringer Ingelheim)



Pioniere wie die START-Preisträgerin Miriam Unterlass, der Unternehmer Helmut List oder der Physiker und Gründer Markus Aspelmeyer zeigten unter der Moderation von ORF Radio Wien Chefredakteurin Jasmin Dolati auf, wie sich Neugier, Kreativität Pioniergeist kultivieren lassen.

Pioniergeist & Grenzgänge: Dem Neuen auf der Spur
(Co-hosted by AVL List; in Kooperation mit aws, FFG und ORF Radio Wien)



Eine Podiumsrunde mit der Wissenschaftsforscherin Ulrike Felt, dem Juristen Stephan Rixen, dem Citizen-Science Experten Florian Heigl und der Meinungsforscherin Eva Zeglovits fragte unter der Leitung von Ö1-Wissenschaftsredakteur Martin Haidinger nach der Akzeptanz und Integrität der Wissenschaft.

Wem vertrauen? Forschung zwischen Glaubwürdigkeit und Instrumentalisierung
(In Kooperation mit der Agentur für wissenschaftliche Integrität ÖAWI und ORF Radio Ö1)



Abends bewiesen Forscher/innen wie die Archäologin Julia Budka, der Instrumentendesigner Martin Kaltenbrunner, die Biologin Eva Ringler und der Zoologe Michael Traugott beim „Science and Entrepreneurship Slam“ ihr Showtalent und wetteiferten um die Gunst der Festivalbesucher/innen.

Der Sonntagvormittag widmete sich dem jungen Publikum: In der Früh sendete die ORF Wien Rätselratte Rolf-Rüdiger live vom Maria-Theresien-Platz, danach lud die Umwelthistorikerin Verena Winiwarter zur Kindervorlesung „Flüsse zähmen und Schlösser bauen“.

Am Nachmittag erörterten Systemwissenschaftler Keywan Riahi und die Umweltökonomin Sigrid Stagl Wege, wie sich die Klimakrise noch bewältigen lässt.

Klimakrise: Letzte Chance, vorbei?
(In Kooperation mit dem Europäischen Forum Alpbach)



Unter dem Titel „50 Jahre Spitzenforschung in Österreich“ warfen danach Bundespräsident a.D. Heinz Fischer, die Computerwissenschaftlerin Monika Henzinger, die ehemalige Präsidentin des Europäischen Wissenschaftsrats Helga Nowotny oder der ehemalige FWF-Präsident Christoph Kratky unter der Moderation der Journalistin Eva Stanzl, Vorsitzende des Klubs der Bildungs- und WissenschaftsjournalistInnen, Wiener Zeitung, einen anekdotenhaften Blick zurück auf die Entwicklung der Grundlagenforschung in Österreich.

50 Jahre Spitzenforschung. Meilensteine, Höhepunkte, Zukunft
(In Kooperation mit 100 Jahre Republik)



Die Gleichstellungsbeauftragte Sylwia Bukowska, Literaturwissenschaftlerin Julia Grillmayr, ZEIT-Journalistin Anna-Lena Scholz, Wittgenstein-Preisträgerin Renée Schroeder und HR-Expertin Gundi Wentner fragten unter der Leitung von Michael Köttritsch, Karriere-Ressortleiter der PRESSE, warum es noch immer zu wenig Frauen an der Spitze der Wissenschaft gibt.

Mut, Macht und Quoten
(In Kooperation mit der Tageszeitung DIE PRESSE)



Gleich im Anschluss zeichnete der FWF die erfolgreichen Stelleninhaberinnen seiner Programme zur Förderung von Frauen in der Grundlagenforschung aus.

Am Montag lud der ORF am Festival zu einem DialogForum spezial. Elisabeth Hoffmann, deutsche Forschungssprecherin des Jahres, Tom Matzek, Wissenschaftsredakteur des ORF, die Open Science-Expertin Kaja Mayer und der Autor und Moderator Ranga Yogeshwar diskutierten unter der Leitung von Klaus Unterberger das Verhältnis Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit.

ORF-DialogForum: „Wissenschaft auf dem Weg aus dem Elfenbeinturm“
(Eine ORF-DialogForum-Spezialausgabe; in Kooperation mit dem Uni.PR-Netzwerk)

Partnerprogramm

Das Forschungszentrum CERN gastierte mit einer Wanderausstellung am Festivalgelände und diskutiert mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Industrie und Politik die Frage „Forschung? Was geht mich das an“. Das Institut für Soziale Ökologie der Boku Wien erörterte in einem Symposium Zukunftsfragen der interdisziplinären Forschung. Die Österreichische Agentur für Wissenschaftliche Integrität lud zum Symposium „Promoting a Culture of Integrity“ und die uniko Universitätenkonferenz veranstaltete unter dem Titel „Inklusive Wissenschaft: zum Für und Wider von Open Science und Citizen Science“ erstmals einen „Universitätsdiskurs Austria“.

START- und Wittgenstein Verleihung als feierlicher Abschluss

Den Abschluss des Festivals bildete eine Preisverleihung der besonderen Art. Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, eröffnete mit einer Festrede, EU-Kommissar Carlos Moedas, Wissenschaftsminister Heinz Faßmann und FWF-Präsident Klement Tockner übergaben die höchstdotierten Wissenschaftspreise Österreichs.