Der FWF freut sich über den „Preis für Freies Wissen“, der erstmals von Wikimedia Österreich vergeben wurde. Die Preisverleihung fand in Anwesenheit von Bundesministerin Leonore Gewessler und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig im feierlichen Rahmen des Wiener Ball für Wissenschaften statt.

„Der FWF gilt seit Jahren als Pionier in Sachen freies Wissen und Open Access“, so die Begründung der Jury, und weiter: „Zu den Prioritäten des FWF gehört es, möglichst viele Ergebnisse aus geförderten Forschungsprojekten frei und komplikationslos zur Nachnutzung zugänglich zu machen. Damit setzt der Wissenschaftsfonds als zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung in Österreich ein wichtiges Zeichen für Österreich und Europa.“

Leonore Gewessler, Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie und Michael Ludwig, Wiener Bürgermeister, übergaben die Auszeichnung an Klement Tockner, Präsident des Wissenschaftsfonds FWF.

© Manfred Werner (CC BY-SA 4.0)

Der Preis bestätigt den FWF in seiner konsequenten Politik seit 2003. „Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen für alle ist Voraussetzung für einen fruchtbaren Dialog mit der Gesellschaft“, sagt FWF-Präsident Klement Tockner. „Die Auszeichnung bestätigt uns in diesem Bemühen, schließlich liegt es in unserer Verantwortung, die unabhängige Wissenschaft zu forcieren.“ Der FWF freut sich darüber hinaus, dass das Thema des freien Zugangs zu Publikationen und Forschungsdaten auch durch das Programm der neuen Regierung unterstützt wird. Zukünftig wird sich der Wissenschaftsfonds verstärkt gemeinsam mit dem Open Science Network Austria (OANA) für eine weitere Öffnung der Wissenschaften einsetzen, sodass wissenschaftliche Resultate besser nachvollziehbar, reproduzierbar und für wissenschaftliche wie für praktische Zwecke nutzbar werden.

Wegbereiter für offene Wissenschaft

Seit mehr als 15 Jahren verfolgt der FWF eine Open-Access-Strategie und gilt als Vorreiter unter Förderungsorganisationen. Heute sind 92 Prozent der aus FWF-geförderten Projekten hervorgegangenen Publikationen durch gezielte Förderungsmodelle des FWF frei zugänglich. 2003 hat der FWF als einer der ersten Unterstützer die Berliner Erklärung unterzeichnet, die heute als eines der Gründungsdokumente der internationalen Open-Access-Bewegung gilt. Seitdem hat der Fonds in den vergangenen Jahren eine Reihe von Voraussetzungen geschaffen, um das wissenschaftliche Publikationssystem zu öffnen, zuletzt als Unterstützer von „Plan S“. Diese internationale Initiative verfolgt das Ziel, alle wissenschaftlichen Publikationen aus Forschungsprojekten, die durch öffentliche Mittel finanziert werden, ab 2021 frei zugänglich zu machen.

Preis für Freies Wissen

Mit Beteiligung tausender Einzelpersonen wurde die Wissensplattform Wikipedia zur unverzichtbaren und unabhängigen Informationsquelle für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Um das vielfältige Engagement für freies Wissen zu würdigen, hat Wikimedia Österreich – der lokale, gemeinnützige Verein hinter Wikipedia – 2020 zum ersten Mal den Österreichischen Preis für Freies Wissen vergeben. Ausgezeichnet wurden neben dem FWF der Verein „Open Knowledge Maps“ sowie der Grazer Informatiker Hermann Maurer. 

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