In der letzten FWF-Kuratoriumssitzung vor dem Sommer, die vom 24. bis 25. Juni 2019 stattfand, konnten bei einem Antragsvolumen von 229,7 Millionen Euro rund 38,2 Millionen Euro bewilligt werden. Insgesamt konnten von 452 Anträgen 121 herausragende Projekte reüssieren.

Kuratoriumssitzung im Detail

Die Einzelprojekte als „Rückgrat“ der FWF-Förderungen machten wieder den größten Anteil der Bewilligungen aus. Bei einer Antragssumme (inkl. der Klinischen Forschung) von 53,4 Millionen Euro konnten 15,2 Millionen Euro bewilligt werden, was einer Bewilligungsquote von 28,4 Prozent entspricht.

Im Bereich der Internationalen Programme, die gemeinsam mit internationalen Partnerförderungsorganisationen durchgeführt werden, lag die Antragssumme bei 9,0 Millionen Euro, davon konnten 3,2 Millionen Euro bedingt bewilligt werden (Bewilligungsquote 35,3 %). Hier sind teilweise noch die Entscheidungen der Partnerorganisationen abzuwarten.

Die Karriereprogramme spielen eine zentrale Rolle im Förderungsportfolio des FWF. Die Ausschreibung im Bereich der Frauenprogramme „Firnberg“ und „Richter“ ergab ein Antragsvolumen von insgesamt 21,7 Millionen Euro, davon wurden 6,5 Millionen Euro bewilligt (Bewilligungsquote: 30,1 %).
Im Outgoing-Programm „Schrödinger“ konnten mit einer Bewilligungssumme von 1,1 Million Euro 39,3 Prozent der Einreichungen reüssieren. Im Incoming-Programm „Meitner“ lag die Bewilligungssumme bei 2,0 Millionen Euro, was einer Erfolgsquote von 29,9 Prozent entspricht.

Meitner-Programm holt Top-Forscher nach Österreich

In der Juni-Sitzung waren einmal mehr zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die nach Österreich kommen wollen, erfolgreich. Allein in den letzten zehn Jahren kamen mit dem Meitner-Programm des FWF 424 Forscherinnen und Forscher aus 46 verschiedenen Ländern nach Österreich, um ihr Know-how einzubringen. Nach ihrer Rückkehr bleibt nicht nur ein wertvolles Netzwerk bestehen, diese Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind zudem hervorragende Botschafter für den heimischen Wissenschaftsstandort.

START/Wittgenstein-2019

Ebenfalls in die Juni-Sitzung fiel die Entscheidung zu Österreichs höchstdotierten Wissenschaftspreisen: Der Historiker Philipp Ther und der Mikrobiologe Michael Wagner sind die beiden Wittgenstein-Preisträger 2019. Die beiden Spitzenforscher der Universität Wien gingen aus 24 Nominierungen als Preisträger hervor und erhalten je eine Förderungssumme von 1,5 Millionen Euro, um ihre Forschung an der Weltspitze weiter ausbauen zu können. Darüber hinaus empfahl die international besetzte START/Wittgenstein-Jury, darunter zwei Nobelpreisträger, sechs exzellente Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher für die begehrten START-Preise. Die Preise wurden am 17. Juni im Rahmen eines Festakts im Museum für angewandte Kunst in Wien überreicht.

Die START-Preise gingen an Moritz Brehm von der Johannes Kepler Universität Linz, Christa Cuchiero von der Wirtschaftsuniversität Wien, Bruno de Nicola von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Christoph Gammer, ebenfalls Österreichische Akademie der Wissenschaften, José Luis Romero von der Universität Wien sowie an Richard Wilhelm von der Technische Universität Wien.

Details zu den Preisträgern finden sich in der Pressemappe(pdf, 11.5MB) (PDF).

Qualität, Fairness, Transparenz

Der FWF steht neben höchster wissenschaftlicher Qualität, Internationalität und Fairness auch für maximale Transparenz. Sämtliche bewilligten Forschungsprojekte werden detailliert auf der FWF-Website dargestellt, zu finden unter: https://pf.fwf.ac.at/de/wissenschaft-konkret/project-finder

Darüber hinaus werden zu jeder Kuratoriumssitzung Statistiken zur Verfügung gestellt, zu finden unter: https://www.fwf.ac.at/de/ueber-den-fwf/foerderungsstatistiken/

Kuratorium

Das Kuratorium des FWF setzt sich aus dem Präsidium des Wissenschaftsfonds sowie Fachreferentinnen und Fachreferenten zusammen. Die aktuelle Funktionsperiode des Gremiums läuft noch bis Oktober 2020. Primäre Aufgabe des Kuratoriums ist die Entscheidung über die Förderung von Forschungsvorhaben. Seit der Mai-Kuratoriumssitzung 2019 sind zwei neue Referenten tätig, Wilfried Ellmeier von der Medizinischen Universität Wien als stellvertretender Referent für den Fachbereich Zellbiologie, sowie Thomas Pock von der Technischen Universität Graz als Referent für den Fachbereich Informatik II.
Sämtliche Mitglieder des FWF-Kuratoriums finden sich unter: https://www.fwf.ac.at/de/ueber-den-fwf/organisation/kuratorium/

FWF Der Wissenschaftsfonds

Der FWF ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung sowie der künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung. Er unterstützt – nach internationalen Qualitätsmaßstäben – herausragende Forschungsprojekte sowie exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich der Gewinnung, Erweiterung sowie Vertiefung wissenschaftlicher Erkenntnisse widmen.

Kontakt:

Marc Seumenicht
Stv. Leiter Kommunikation, Pressesprecher
scilog.fwf.ac.at | @FWF_at | @FWFOpenAccess

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