Welche Rolle spielt der Impact in der Grundlagenforschung? Müssen Forschende künftig stärker die Wirkung ihrer Arbeiten für Wirtschaft und Gesellschaft hervorstreichen? Wie unterschiedlich sind die Rollen und Strategien der Forschungsförderungsagenturen im Hinblick auf den Impact der geförderten Projekte?

Antworten auf Fragen wie diese diskutierten rund 150 Delegierte und knapp 50 Vorsitzende von Forschungsförderungsagenturen aus 45 Ländern beim jährlichen Meeting des Global Research Council, dem Zusammenschluss von Förderungsagenturen aus aller Welt. Das Treffen fand Anfang Mai in São Paulo/Brasilien statt. Österreich war durch FWF-Präsident Klement Tockner vertreten, der gegenüber seinen Amtskolleg/innen darlegte, dass der unmittelbare Impact eines Forschungsprojekts für den FWF kein vordergründiges Entscheidungskriterium darstellt. „Die Balance zwischen Kreativität und Nutzen müsse sichergestellt werden, ein zu starker Fokus auf den Impact bereits in der Anfangsphase würde die Diversität und den Innovationsgrad innerhalb der Wissenschaften einschränken“, so Klement Tockner. Gleichzeit wies er darauf hin, dass der FWF seine Bemühungen, den Abstand zwischen Erkenntnisgewinn und möglicher Umsetzung kurz zu halten, verstärken wird.

Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen und reger Diskussionen formulierten die Konferenzteilnehmer/innen ein gemeinsames Abschlussdokument. Das Papier unter dem Titel „Statement of Principles on Expectations of societal and economic Impact“ können Sie hier nachlesen.

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