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© Roland Ferrigato

Chemiker Nuno Maulide bestes Beispiel für die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Exzellenz und allgemeinverständlicher Wissenschaftskommunikation. 

Der Chemiker Nuno Maulide ist vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zum „Wissenschaftler des Jahres 2018“ ausgezeichnet worden. Der an der Universität Wien tätige Professor für Organische Synthese zeichnet sich laut Klubvorsitzender Eva Stanzl neben seiner exzellenten wissenschaftlichen Arbeit besonders durch seine Rolle als Wissenschaftskommunikator aus. Dies stellte er unter anderem im Rahmen der 650-Jahr-Feierlichkeiten der Universität Wien unter Beweis, wo er die erste Familienvorlesung für Chemie hielt.

Ein kurzer Blick auf seine bisherigen Auszeichnungen zeugt eindrucksvoll von der wissenschaftlichen Exzellenz des 39-jährigen Chemikers. So erhielt er 2013 einen ERC Starting Grant sowie 2016 einen ERC Consolidator Grant. Beim FWF leitet er derzeit zwei Einzelprojekte. Als Organischer Chemiker erforscht Maulide die chemischen Eigenschaften von organischen, also aus Kohlenstoff aufgebauten Verbindungen, um neue Reaktionen zu entdecken und Syntheseverfahren für diese Verbindungen zu entwickeln und zu verbessern. Zudem ist er stellvertretender Referent im Kuratorium des FWF, zuständig für den Fachbereich „Organische Chemie“.

„Wir sollten versuchen, auch jene Personen für Wissenschaft zu begeistern, die damit noch nicht viel anfangen können“, so Nuno Maulide im Standard-Interview nach der Auszeichnung. Zugleich betont er vor allem die Notwendigkeit einer dringenden Aufstockung des FWF-Budgets. „Wir müssen nicht selten Projekte ablehnen, die als 'exzellent' begutachtet wurden“, so Maulide weiter. „Das ist für alle Beteiligten – die Gutachter, den FWF und die Projektantragsteller – einfach nur peinlich“, so Maulide abschließend.

„Ich möchte Nuno Maulide im Namen des FWF ganz herzlich zu dieser besonderen und so verdienten Auszeichnung gratulieren“, so FWF-Präsident Klement Tockner. „Nuno Maulides Engagement in der aktiven Wissenschaftskommunikation kann man gar nicht genug betonen. Es gibt hierzulande viele engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Nuno Maulides Beispiel folgen können und es auch wollen, um somit authentisch und mit Überzeugung Wissenschaft in die Gesellschaft hineinzutragen“, so der FWF-Präsident weiter. Tockner betont, dass eine starke, unabhängige und qualitätsgetriebene Wissenschaft Grundvoraussetzung für unseren Wohlstand ist und unser Wohlergehen nachhaltig sicherstellt.

Kontakt:

Marc Seumenicht
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation

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