© FWF/APA-Fotoservice/Pauty

Exemplarisch für Österreichs Demografieforschung wird auf der MS Wissenschaft das, auch vom FWF geförderte, Forschungsprojekt "Die Weltbevölkerung der Zukunft – wie beeinflussen gesellschaftliche Entwicklungen das Leben auf der Erde?" präsentiert.

Wolfgang Lutz und sein Team am Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, VID/ÖAW, WU) gehen der Frage nach, wie viele Menschen auf der Erde leben werden und wie es ihnen in Zukunft gehen wird. 


Was die Besucherinnen und Besucher auf der MS Wissenschaft erwartet 

Das interaktive Exhibit stellt den Arbeitsplatz einer Demografin am Wittgenstein Centre dar. Die Besucherinnen und Besucher können am Schreibtisch der Wissenschafterin Platz nehmen und an ihrem Computer interaktiv Einblick in ihre wissenschaftliche Arbeit gewinnen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sehen, wie sie arbeitet und welche "Instrumente" sie für ihre Forschung verwendet. 


Sich selbst ein Bild machen, wie sich unser Verhalten auf die Welt von Morgen auswirkt 

Wie viele Menschen werden in Zukunft auf der Erde leben? Wie wird es ihnen gehen? Fragen zur Entwicklung der Bevölkerung sind die Spezialität von Demografen. Sie müssen dafür viele Daten analysieren: Anzahl, Geschlecht und Alter der Menschen, ihre Bildung, ihre Gesundheit, ihren Umgang mit Umwelt und Klimaschutz und vieles andere mehr. 


Pyramiden für die Zukunft … 

Zwei wichtige Instrumente der Demografen sind Zukunftsszenarien und Bevölkerungspyramiden. Mit Zukunftsszenarien entwerfen die Wissenschafter vereinfachte Modellwelten, in die sie viele Annahmen über mögliche gesellschaftliche Entwicklungen einfließen lassen und ihre Auswirkungen "durchspielen". In Bevölkerungspyramiden sind die Altersgruppen von Frauen und Männern von 0 bis 100 Jahren mit ihrem Bildungsstand übereinander angeordnet. Die Besucherinnen und Besucher können auf dem Computer der Wissenschafterin für einzelne Regionen (Europa, Afrika, China, die ganze Welt) vier Szenarien interaktiv studieren. Bevölkerungspyramiden zeigen, wie sich ein Szenario auf die Weltbevölkerung auswirken würde. 


… in unterschiedlichen Szenarien 

Den Besucherinnen und Besuchern wird anhand unterschiedlicher Beispiele und Vergleiche (Europa, Afrika, Welt, China) interaktiv erlebbar gemacht, welche Konsequenzen die Veränderung wesentlicher Parameter eines Zukunftsszenarios für die demografische Entwicklung (Bevölkerungspyramide) mit sich bringen, etwa im Vergleich Europa/Afrika und Europa/China, jeweils bei "Fortsetzung der Trends", sowie im Vergleich Europa/Afrika im Szenario "Nachhaltige Welt". Aber auch, wie sich die Welt im Vergleich der Szenarien "Nachhaltige Welt" und "Welt mit nur langsamer Entwicklung" entwickeln würde und welch enorme Entwicklungsunterschiede sich für Afrika in einer "Nachhaltigen Welt" im Vergleich zu einer "Welt mit nur langsamer Entwicklung" ergeben. Und was passiert, wenn sich Europa im Szenario "Nachhaltige Welt", Afrika gleichzeitig aber im Szenario "Ungleiche Welt" entwickelt. 


"Bildung ist der Schlüssel für ein gutes Leben künftiger Generationen"
 

Dabei weisen Lutz und sein Team eindrucksvoll nach, dass Bildung der Schlüssel für u. a. gesundes Altern, Langlebigkeit und Wirtschaftswachstum ist und unseren Umgang mit dem Klimawandel verbessert. Lutz: "In Regionen, in denen das Bildungsniveau höher ist, geht es den Menschen besser." 

Mit Hilfe der Anleitungen am Touchscreen können sich die Besucherinnen und Besucher jene Szenarien auswählen, die sie am meisten interessieren und sich selbst ein Bild machen. 

Darüber hinaus finden sie auf dem Schreibtisch der Wissenschafterin zwei weitere interaktive Elemente: Mit einer Drehtrommel können sie Bevölkerungspyramiden ansehen und vergleichen, mit dem Schnurrätsel zu Fragen der Demografie und des Bevölkerungswachstums ihr Wissen überprüfen. 


Das Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, VID/ÖAW, WU


gibt es seit 2011. Sein Gründer, Prof. Wolfgang Lutz, möchte es mit seiner unter anderem vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF unterstützten Forschung zum weltweit führenden Zentrum im Bereich der demografischen Analyse der Entwicklung von Humanressourcen machen. 


Grundlagenforschung aus Österreich
 

Die Weltbevölkerung der Zukunft 

Wien, 6. September 2013 

Kontakt:

Wolfgang Lutz 
Leiter des Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, VID/ÖAW, WU) 
Wittgensteinpreisträger 2010 
T +43-0-2236-807-294
+43-0-2236-807-28 0(Katja Scherbov) 
lutz(at)iiasa.ac.at 

Mag. Stefan Bernhardt, MBA 
FWF - Der Wissenschaftsfonds 
T +43-1-5056740-8111 

Dr. Monika Bannert 
Projektleitung MS Wissenschaft in Österreich im Auftrag des FWF 
T +43-664-2100618 
m.bannert(at)pr-expert.at

 

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Aktuelle Fotos: www.ms-wissenschaft.de/ topmenu/presse/fotos.html Zum kostenlosen Download bei Nennung der angegebenen Quelle

Die gesamte Schiffstour: www.ms-wissenschaft.de/ tour.html

Weitere Details zur MS Wissenschaft 2013

MS Wissenschaft: www.ms-wissenschaft.de/

Die demographische Chance. Eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Wissenschaftsjahr 2013: www.demografische-chance.de/http://www.demografische-chance.de/

Wissenschaft im Dialog: www.wissenschaft-im-dialog.de/

 

 

 

 

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