Spezialforschungsbereiche (SFBs)

Mit Unterstützung der Nationalstiftung schreibt der FWF im März 2019 neuerlich die „Spezialforschungsbereiche“ aus. Der Konzeptantrag muss auf Basis der neuen Richtlinien bis zum 30.September 2019 eingereicht werden.

Zielgruppe

  • Eine Kerngruppe aus 5-15 international herausragenden Forscherinnen und Forschern aller Wissenschaftsdisziplinen1, insbesondere auch der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, bilden einen SFB an österreichischen Forschungsstätten.
  • Die Beteiligung eines Forschers/einer Forscherin an einem SFB ist zusätzlich zur aktuell gültigen Projektzahlbeschränkung von drei FWF-Projekten möglich. Es gilt aber eine Beschränkung im Hinblick auf die gleichzeitige Beteiligung eines Forschers/einer Forscherin an max. zwei SFBs (inklusive eines SFBs in Deutschland).
  • Forschende mit einer 25%igen Anbindung an eine österreichische Forschungsstätte können sich an einem SFB beteiligen2.
  • Ein/e Forscher/in tritt als Koordinator/in (vormals SprecherIn) des Spezialforschungsbereiches (SFB) auf.
  • Die formale Antragstellung erfolgt durch die österreichische Forschungsstätte; alle österreichischen Forschungsstätten sind antragsberechtigt; es besteht keine Begrenzung der Zahl der Anträge, die von einer Forschungsstätte eingebracht werden können. Eine Forschungsstätte kann somit mehrere Anträge stellen.

Zielsetzung

  • Schaffung von Forschungsnetzwerken nach internationalem Maßstab durch autonome Schwerpunktbildung an einem, unter bestimmten Bedingungen an mehreren Universitätsstandort/en
  • Aufbau außerordentlich leistungsfähiger, eng vernetzter Forschungseinheiten zur Bearbeitung von in der Regel multi-/ interdisziplinären3, langfristig angelegten, aufwendigen Forschungsthemen

Anforderungen

  • bereits vorhandenes Forschungspotential
  • Kerngruppe der WissenschafterInnen muss ausreichend groß und qualifiziert sein, um im wissenschaftlichen Profil der beteiligten Forschungsstätte/n einen Schwerpunkt von internationalem Rang zu bilden und zu tragen – mind. 5 bis max. 15 ForscherInnen = Teilprojekt-LeiterInnen (inkl. Koordinator/in); Frauenanteil von 30% wird angestrebt4; mind. 50% der ForscherInnen müssen an einem Forschungsstandort5 verortet sein; Unterstützung von allen beteiligten Forschungsstätten

Dauer
8 Jahre, Zwischenbegutachtung nach 4 Jahren entscheidet über die Fortführung

Höhe

Richtgröße 1.000.000 € pro Jahr

Antragstellung

Über das elektronische Antragsportal des FWF (elane)

  • Einreichung über ELANE bis zum 30. September 2019
  • Achtung: Es sind neue Antragsrichtlinien in Bearbeitung. Diese werden am 5. April 2019 veröffentlicht. Bitte beachten Sie, dass eine Einreichung ausschließlich nach diesen Richtlinien erfolgen muss
  • auf Englisch


Vergabe

Einmal jährlich - immer in der letzten Sitzung des Jahres durch das Kuratorium des FWF auf Grundlage einer internationalen Begutachtung

1 Die wissenschaftliche Qualifikation zur Projektdurchführung ist durch eine dem Karriereverlauf entsprechende Publikationsleistung der letzten 5 Jahre zu belegen, welche die internationale Sichtbarkeit der Antragstellerin/des Antragstellers zeigt.

2 Eine Antragsberechtigung besteht, wenn zum Zeitpunkt der Einreichung eines Förderungsantrages ein echter, nicht vom FWF finanzierter Dienstvertrag im Mindestbeschäftigungsausmaß von 25% mit der Forschungsstätte besteht und für die geplante Dauer des Projektes garantiert wird. Vor der Antragstellung muss jedenfalls der Nachweis über eine entsprechende Anstellung und eine kurze Projektvorstellung inkl. Durchführungsplan, der Angaben zu Anwesenheit vor Ort und Vertretungsregelungen etc. beinhalten soll, zur Genehmigung durch den FWF vorgelegt werden.

3 „Interdisziplinarität“ bezeichnet ein integrationsorientiertes Zusammenwirken von Personen aus mindestens zwei Disziplinen im Hinblick auf gemeinsame Ziele und Ergebnisse, in dem die disziplinären Sichtweisen zu einer Gesamtsicht zusammengeführt werden.

4 Die Zusammensetzung des Teams ist als entscheidungsrelevantes Kriterium im Rahmen des Begutachtungsverfahrens definiert.

5 „Forschungsstandort = alle in einer Stadt/Gemeinde ansässigen Forschungsstätten; als gleicher Forschungsstandort gelten auch alle Forschungsstätten im Umkreis von max. 80 km (Luftlinie), welche mit der am Standort direkt ansässigen Forschungsstätte regelmäßig kooperieren.